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Betriebliches Gesundheitsmanagement / Betriebliche Gesundheitsförderung (BGM/BGF)

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) schafft Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen, um die Gesundheit von Beschäftigten im Betrieb zu erhalten und nachhaltig zu fördern. Es ist ein spezifisch auf den Betrieb abgestimmter Prozess. Auf Basis einer Gesamtkonzeption werden gesundheitsbezogene Maßnahmen geplant, durchgeführt und bewertet. BGM kann neben Gesundheitsförderung, Betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) und Fehlzeitenmanagement auch Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz umfassen. Es erfolgt eine Koordination mit Unternehmenspolitik, Personal- und Organisationsentwicklung. BGM orientiert sich auch an betriebswirtschaftlichen Zielen und Kennzahlen. Mit ihm können die Produktivität sowie Wettbewerbsfähigkeit der Organisation erhöht werden.

Zentrales Anliegen des BGM ist die Vernetzung bestehender Gremien, Strukturen und Prozesse. Besonders hilfreich ist eine Verknüpfung mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Mit ihr kann ein Entwicklungsprozess in Richtung gesundheitsgerecht gestalteter Arbeitsbedingungen angestoßen werden. Es werden objektive Erhebungsverfahren (Fragebogen) und moderierte Workshops (Gesundheitszirkel, Lösungsworkshop) eingesetzt. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung stellt, bei guter Planung, einen wichtigen Baustein des BGM dar.

Weiterführende Informationen BGM:

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst konkrete Maßnahmen, die Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglichen und sie zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigen. Die betrieblichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden von der gesetzlichen Krankenversicherung durch einen Arbeitnehmerbonus unterstützt. Jede Krankenkasse regelt die Höhe des zu gewährenden Bonus sowie die an die Ausschüttung geknüpften Bedingungen (spätestens bis Ende 2016) in ihrer Satzung. Die für den Bonus in Frage kommenden Maßnahmen müssen gemäß § 20 Absatz 2 Satz 2 SGB V von den Krankenkassen zertifiziert sein. Darunter fallen Angebote:

  • zur Bewegungsförderung der Beschäftigten,
  • zur gesundheitsgerechten Ernährung der Beschäftigten im Arbeitsalltag,
  • zur verhaltensbezogenen Suchtprävention im Betrieb oder
  • zur Stressbewältigung und Ressourcenstärkung.

Weiterführende Informationen BGF:

DGUV Qualitätskriterien im Präventionsfeld "Gesundheit im Betrieb"

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