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Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungen zu beurteilen, die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbunden sind, und daraus Arbeitsschutzmaßnahmen abzuleiten ist eine Kernforderung des Arbeitsschutzgesetzes an den Arbeitgeber. Sie gilt für Unternehmen aus dem Handwerk, der Industrie und dem Dienstleistungsbereich gleichermaßen. Auf das Arbeitsschutzgesetz gestützte Verordnungen wie z. B. Arbeitsstätten-, Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung sowie die Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ DGUV Vorschrift 1 konkretisieren die Anforderungen an Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutzmaßnahmen (Auszüge siehe Anlage 2). So soll gewährleistet werden, dass sich die betriebsspezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen an der tatsächlichen Gefährdungslage im Betrieb orientieren.
Mit ihrem präventiven Ansatz bildet die Gefährdungsbeurteilung die Grundlage für einen wirksamen betrieblichen Arbeitsschutz zur Verhütung von Arbeitsunfällen und  arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich menschengerechter Gestaltung der Arbeit.
Die Gefährdungsbeurteilung ist ein Hilfsmittel, um Ursachen für Störungen der Arbeit zu verringern. Sie hilft zu entscheiden, wo, in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit Maßnahmen erforderlich sind. Regelmäßige Aktualisierungen der Gefährdungsbeurteilung unterstützen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Betrieb. Informationen über die Beurteilungsergebnisse tragen zu Motivation sowie sicherheits- und gesundheitsgerechtem Verhalten der Mitarbeiter bei.

 

Verantwortung und Mitwirkung

Arbeitsschutz ist Chefsache, d. h. das Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung ist Aufgabe des Arbeitgebers. Im Rahmen der Übertragung von Unternehmerpflichten kann er diese Aufgabe an Führungskräfte delegieren. Dies ist sinnvoll, wenn der Arbeitgeber selbst die Gefährdungen an den Arbeitsplätzen wegen unterschiedlicher
Arbeitsbereiche oder der Betriebsgröße nur schwer oder ungenügend einschätzen kann. Die Übertragung muss schriftlich erfolgen. Die Verantwortlichkeit des Unternehmers bleibt daneben bestehen.

 

Durchführung Gefährdungsbeurteilung

Schritt 1: Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erfassen

Schritt 2: Gefährdungen ermitteln

Schritt 3: Gefährdungen bewerten

Schritt 4: Schutzmaßnahmen festlegen

Schritt 5: Maßnahmen durchführen

Schritt 6: Wirksamkeit überprüfen

Schritt 7: Dokumentieren und Fortschreiben

Handlungsschritte einer Gefährdungsbeurteilung 

 

Ausführliche Informationen

Broschüre "Gefährdungsbeurteilung - Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz"

 

Muster Gefährdungsbeurteilungen der BG ETEM

Muster-Gefährdungsburteilungen der BG ETEM

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