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Der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung

Berufsgenossenschaften arbeiten kostendeckend, ihre Beiträge sind so bemessen, dass sie die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben abdecken. Anders als private Versicherungsunternehmen arbeiten Berufsgenossenschaften nicht gewinnorientiert. Die Ausgaben eines Jahres für Prävention, Rehabilitation, Entschädigung, die Lastenverteilung zwischen den gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie Verwaltungskosten werden im Folgejahr auf die Mitgliedsbetriebe umgelegt.

Der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung ist, wie bei den anderen Zweigen der Sozialversicherung, von den Löhnen und Gehältern abhängig, die an die Beschäftigten gezahlt werden. Branchen mit höherer Unfallgefahr zahlen darüber hinaus im Verhältnis mehr als Branchen mit geringerem Risiko (siehe Gefahrtarif ermöglicht risikogerechte Beitragsberechnung).

Der Beitrag errechnet sich aus der Lohnsumme, der Gefahrklasse und einer Umlageziffer. Die Beitragsformel lautet:

Beitrag = Lohnsumme x Gefahrklasse x Umlageziffer

 

Die Umlageziffer, die jährlich neu durch den Vorstand der Berufsgenossenschaft beschlossen wird, gibt an, wie hoch der Beitrag je 1.000 Euro Lohnsumme in der Gefahrklasse 1 ist. Die Höhe der Umlageziffer lässt allein noch keinen Rückschluss auf die Höhe des Beitrags zu (siehe Beitragsformel).

Umlageziffer (Beitragsfuß)

Durchschnittsbeitrag
je 100 Euro Entgelt

Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse 0,00292 (entspricht 2,92 Euro je 1.000 Euro Entgelt in Gefahrklasse 1) 0,79 Euro
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