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Beitragsausgleich: Gute Prävention zahlt sich aus

Gute Prävention soll sich lohnen. Deshalb sind die Berufsgenossenschaften sogar gesetzlich verpflichtet, Unternehmen mit geringen Unfalllasten beim BG-Beitrag besser zu stellen als Betriebe mit hohen Lasten.

Bis zu 18 Prozent Beitragsnachlass

Alle Mitglieder erhalten einen maximalen Nachlass in Höhe von bis zu 18 Prozent des Beitrags zur Eigenumlage, verringert um die Kosten der Versicherungsfälle Ihres Unternehmens. Neue Mitglieder erhalten im ersten Jahr bis zu 6 Prozent und im zweiten Jahr bis zu 12 Prozent Nachlass, ebenfalls abzüglich der jeweils angefallenen Kosten.

Zur Berechnung der Eigenbelastung werden die Versicherungsfälle der letzten drei Kalenderjahre herangezogen. Von diesen kommen jedoch nur die Aufwendungen aus zwei Jahren zum Tragen: Kosten aus dem Umlagejahr werden vollständig berechnet, Kosten aus dem Vorjahr zur Hälfte. Ältere Aufwendungen werden nicht berücksichtigt.

Folgende Versicherungsfälle fließen in die Berechnung der Eigenbelastung mit ein: Meldepflichtige Arbeitsunfälle, Dienstwegeunfälle und Berufskrankheiten. Unberücksichtigt bleiben nicht meldepflichtige Arbeitsunfälle (also solche mit einer Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen), Wegeunfälle sowie Unfälle infolge alleinigen Drittverschuldens durch Personen, die nicht zum Unternehmen gehören, und Unfälle infolge höherer Gewalt.

Satzung der BG ETEM, § 28 Beitragsausgleich

 

Rechenbeispiel 1:

Ein Arbeitsunfall aus dem Jahr 2013 verursacht bis 2015 folgende Kosten:


    Diese Kosten werden beim Beitragsausgleich für 2015 wie folgt berücksichtigt:

      Ab dem Umlagejahr 2016 kommen die Kosten des Unfalls aus dem Jahr 2013 bei der Berechnung der Eigenbelastung nicht mehr zum Tragen, auch wenn in den Folgejahren weitere Kosten entstehen.

       

      Rechenbeispiel 2:

      Ein Arbeitsunfall aus dem Jahr 2014 verursacht bis 2015 folgende Kosten:

         

        Diese Kosten werden beim Beitragsausgleich für 2015 wie folgt berücksichtigt:


          Für das Umlagejahr 2016 gilt folgendes:

          Kosten des Unfalls aus dem Jahr 2014 kommen bei der Berechnung der Eigenbelastung nicht mehr zum Tragen. Eventuelle Kosten dieses Unfalls im Jahr 2016 werden zu 100 Prozent berücksichtigt.