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Unfallzahlen um knapp acht Prozent gesunken

BG ETEM: Unfallstatistik 2009

(18.05.2010) - Einen Rückgang der Arbeitsunfälle meldet die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM). Bei den Mitgliedsunternehmen der BG ETEM kam es 2009 zu 57.719 meldepflichtigen Arbeitsunfällen (2008: 62.564). Das entspricht einem Rückgang von 7,75 Prozent und einer Quote von 16,09 Unfällen pro 1.000 Versicherte.

„Mit knapp acht Prozent ist die Anzahl der Arbeitsunfälle deutlich gesunken, was sich angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wohl vor allem auf die Kurzarbeit zurückführen lässt“, erläutert Olaf Petermann, Vorsitzender der BG ETEM-Geschäftsführung. „Die Zahlen machen deutlich, dass das Unfallgeschehen der wirtschaftlichen Entwicklung folgt. Unverändert gilt: Nur durch nachhaltige Präventionsarbeit lassen sich Unfallrisiken und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz wirkungsvoll bekämpfen.“

Zahl der tödlichen Arbeits- und Dienstwegeunfälle unverändert hoch
Die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist gegenüber 2008 annähernd konstant geblieben: 34 Versicherte starben 2009 infolge eines Arbeitsunfalls (2008: 33). Deutlich gesunken ist die Anzahl der tödlichen Wegeunfälle: 29 Personen verunglückten tödlich auf dem Weg zwischen Arbeitsstätte und Zuhause (2008: 58 Personen).

Präventionskampagne „Risiko raus!“
Das Bewusstsein für Gefahren beim Berufsverkehr und beim Transport im Betrieb schärfen, die Verantwortung für sich und andere sehen, Unfälle verhindern - hier setzt die Präventionskampagne „Risiko raus!“ an, die Anfang 2010 von den Unfallversicherungsträgern gestartet wurde. Mehr Informationen dazu unter: www.risiko-raus.de oder www.bgetem.de/arbeitssicherheit-gesundheitsschutz/praeventionskampagnen/risiko-raus

Berufskrankheiten
In insgesamt 4.983 Fällen wurde 2009 der Verdacht einer Berufskrankheit angezeigt (2008: 5.123). Neben den Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen (1.610 Fälle) zählten die Erkrankungen der Atemwege mit insgesamt 1.408 Fällen - darunter insbesondere Asbesterkrankungen (1.111 Fälle) - zu den häufigsten Meldungen. 245 Versicherte starben in 2009 an den Folgen einer Berufskrankheit (2008: 244); in den meisten Fällen führten Asbesteinwirkungen zum Tod. Die Ursachen für Asbesterkrankungen liegen häufig viele Jahrzehnte zurück. Mit der Spitze dieser Erkrankungen rechnen die Berufsgenossenschaften für das Jahr 2020.

Gesetzliche Unfallversicherung
Am 1.4.2009 schlossen sich die BG Elektro Textil Feinmechanik (BGETF) und die BG der Gas-, Fernwärme- und Wasserwirtschaft (BGFW) zusammen. Zum 1.1.2010 erfolgte die Fusion mit der BG Druck und Papierverarbeitung zur BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Zusammen versichern sie über 70 Millionen Menschen gegen Unfälle bei der Arbeit, in der Schule und im Ehrenamt sowie gegen Berufskrankheiten. Im Gegensatz zu anderen Sozialversicherungszweigen wird die Unfallversicherung ausschließlich aus Beiträgen der Arbeitgeber finanziert. Diese werden im Gegenzug von der Haftung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten freigestellt.

 

Pressekontakt:
BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Abteilung Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln
Telefon: 0221 3778-1010 (Zentrale: - 0)
Telefax: 0221 3778-1011
presse@bgetem.de

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