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15. Vortragsveranstaltung ELEKTROTECHNIK

15. Vortragsveranstaltung ELEKTROTECHNIK
 
15. Vortragsveranstaltung ELEKTROTECHNIK
(01.07.2010) Zur 15. Vortragsveranstaltung ELEKTROTECHNIK hat die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse über 540 Gäste in Kassel begrüßt. 19 inhaltsreiche Vorträge und eine umfangreiche Fachausstellung markierten die Eckpunkte der Veranstaltung.

Prof. Dr. Hans-Dieter Reidenbach (Mitglied im Ausschuss für Arbeitssicherheit – ABS) stellte die staatliche Neugestaltung des technischen Regelwerkes zum Arbeitsschutz vor. Der Ausschuss für Betriebssicherheit (ABS) hat die Aufgabe, die notwendigen Technischen Regeln zu ermitteln und zu prüfen - mit der Maßgabe der Veröffentlichungsfreigabe durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Im Referat „Arbeitsschutz und elektrotechnische Normung“ machte Dr. Gerhard  Imgrund (DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) deutlich, dass eine offensive deutsche Arbeitsschutzstrategie nur gemeinsam umgesetzt werden kann. Dazu ist es notwendig, alle betroffenen Mechanismen, wie z. B. Normung, Arbeitsschutz-Bestimmungen, Betriebssicherheitsregelungen, zu bündeln.

Jan Schäfer (stellvertretender Obmann des K 224) erläutert in seinem Beitrag die Neuregelung zur DIN VDE 0105-100 „Betrieb elektrischer Anlagen“ (Stand Oktober 2009). Die Regelungen zu Zuständigkeit und Verantwortlichkeit beim Arbeiten an und in elektrischen Anlagen mussten überarbeitet werden. Neu definiert und in die Norm eingebunden wurden Regelungen für den „Anlagenbetreiber“. Um die Umsetzung in die Praxis zu erleichtern, wurde die von der DKE und der BG ETEM erarbeitete Synopse zur DIN VDE 0105-100 vorgestellt und verteilt. In seinem Referat brachte Jan Schäfer klar zum Ausdruck, dass „jede elektrische Anlage unter der Verantwortung einer Person, des Anlagenbetreibers,  stehen muss.“

Möglichkeiten der „Beeinflussung von Implantaten durch elektromagnetische Felder im Bereich der Energieversorgung“ stellte Markus Fischer (BG ETEM) vor. Die gesammelten Erfahrungen und möglichen Schutzmaßnahmen sind in der berufsgenossenschaftlichen Informationsschrift „ Beeinflussung von Implantaten durch elektromagnetische Felder (BGI 5111)“ zusammengefasst.

Zu den Schwerpunkten der Präventionsarbeit gehört der Schutz gegen Absturz von Dächern bei der Montage von Photovoltaikanlagen. Rechtsgrundlagen und Schutzmaßnahmen zeigte Dr. Reinhard Lux (BG ETEM) auf. Zentrales Thema ist und bleibt das Einrichten geeigneter Anschlagpunkte auf den Dachflächen.

Die Überwachung von Schutzräumen an Maschinen und Anlagen gehört zu den elementaren Aufgaben im Maschinenschutz, wenn Gefahrbereiche nicht durch trennende Schutzeinrichtungen gesichert werden können. Wie dies durch Kamerasysteme sicherheitstechnisch zuverlässig möglich ist, stellte Berthold Heinke (Maschinenbau- und Metall BG) vor.

Wie sieht die sichere Energieversorgung der Zukunft aus? Wie müssen moderne Übertragungsnetze gestaltet sein? Diese Fragen wurden im Beitrag „Hochspannungstechnik - Stand und Entwicklung der Normung“ beantwortet und durch Einblicke in künftige Bauteildimensionen, z. B. für Hochspannungs-Leistungsschalter, ergänzt. Prof. Dr. Ernst Gockenbach von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover skizzierte hier die Dimensionen künftiger elektrotechnischer Bauteile im Bereich der Energieversorgung. Eine Bemessungsspannung von 1 Mio. Volt ist keine Vision, sondern Planungsgrundlage bei der Distanz bestimmenden Gestaltung elektrischer Übertragungsnetze.

 

Pressekontakt:
BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Abteilung Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Gustav-Heinemann-Ufer 130
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Telefon: 0221 3778-1010 (Zentrale: - 0)
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