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Risiko raus! Im Winter den Bremsweg richtig einschätzen

(08.02.2011) Ein vergrößerter Sicherheitsabstand und eine verringerte Geschwindigkeit sind im Winter eine echte Lebensversicherung. Bei Schnee und Eis auf der Straße kann sich der Bremsweg eines Autos gegenüber einer trockenen Fahrbahn nämlich leicht vervielfachen. Schwere Unfälle drohen. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" hin.

Untersuchungen zeigen: Witterung und Untergrund haben große Auswirkungen auf den Bremsweg. Beträgt der reine Bremsweg bei 50 km/h je nach Qualität der Reifen etwa 10 bis 14 Meter auf trockener Straße, so muss man mit dem Vierfachen bei Schneeglätte rechnen. Bei Eis kann der Wagen rund 100 Meter rutschen. In allen drei Fällen muss jeweils noch die Reaktionszeit berücksichtigt werden, um den Anhalteweg zu berechnen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen empfehlen daher allen Autofahrern, ihren Fahrstil immer an die Witterung anzupassen. Welf Stankowitz, Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat: "Wichtig sind im Winter vorausschauendes Fahren, eine reduzierte Fahrgeschwindigkeit und ein vergrößerter Abstand zum Vordermann. Nur so kann im Fall des Falles noch rechtzeitig reagiert werden."

Im Winter unentbehrlich: Winterreifen. Ihre Bremsleistung und Seitenführung auf Eis und Schnee sind aufgrund einer speziellen Gummimischung und eines Spezialprofils mit Lamellen den Sommerreifen überlegen. Wichtig ist auch die Profiltiefe: Sie sollte 4 mm nicht unterschreiten. Winterreifen sind seit dem 4. Dezember 2010 auf winterlichen Straßen Pflicht.

Hintergrund "Risiko raus!"
In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern. Weitere Informationen unter www.bgetem.de, Webcode: 12959918 und www.risiko-raus.de.

 

Pressekontakt:
BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Abteilung Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Gustav-Heinemann-Ufer 130
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Telefon: 0221 3778-1010 (Zentrale: - 0)
Telefax: 0221 3778-1011
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