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Entspannt ans Ziel

(11.07.2014) Urlaub bedeutet Entspannung, wenn nur die Anreise nicht wäre. Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss sich auf Staus einstellen. Das verlängert die oft ohnehin schon langen Reisezeiten. Was tun, damit die Autofahrt nicht zur Marter für den Rücken wird? Die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Tipps, worauf Fahrerinnen und Fahrer bei der Einstellung des Autositzes achten sollten und wie sie ihren Rücken entlasten können. Was für Berufskraftfahrer gilt, hilft auch auf langen Urlaubsfahrten.
Entspannt ans Ziel

Langes Sitzen bedeutet eine einseitige Belastung für den Rücken. Wichtig sind deshalb vor allem regelmäßige Bewegungspausen bei einer langen Autoreise. (Foto: Wolfgang Bellwinkel / DGUV)

Langes Sitzen bedeutet eine einseitige Belastung für den Rücken. Das kann zu Verspannungen, Schmerzen und Müdigkeit führen. Wichtig sind deshalb vor allem regelmäßige Bewegungspausen bei einer langen Autoreise. Ein kleiner Spaziergang oder einige Lockerungsübungen steigern Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit für den weiteren Weg. Aber auch während der Fahrt empfiehlt es sich, die Sitzhaltung hin und wieder leicht zu verändern. Ziel ist es, verschiedene Muskelgruppen anzusprechen und so einer einseitigen Belastung vorzubeugen.

Aber wie findet man die richtige Sitzhaltung? "Anzustreben ist eine leicht zurückgelehnte, entspannte Haltung mit offenen Sitzwinkeln - also größer als 90 Grad - in Hüfte und Kniegelenk. "Krummes Sitzen führt zu einer stärkeren Belastung der Muskulatur und des Halteapparates im Rücken und damit zu schnellerer Ermüdung und Schmerzen", sagt Dr. Jörg Hedtmann, Mediziner und Präventionsleiter bei der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft. Er rät deshalb, sich Zeit für die Einstellung des Autositzes zu nehmen. Hedtmann: "Entscheidend ist, dass alle wichtigen Bedienelemente des Fahrzeugs leicht zu erreichen sind."

Faustformeln für die Einstellung des Sitzes
Bei der Einstellung des Sitzes stehen vier Funktionen im Vordergrund: Sitzhöhe, Sitzlänge, Sitzflächenneigung und Rückenlehne. An folgenden Grundregeln können Fahrer sich bei der individuellen Einrichtung orientieren:

  • Die Pedale müssen bei bequem aufliegenden Oberschenkeln gut erreichbar sein. Der Fuß sollte beim Betätigen auf der gesamten Pedalfläche aufstehen
  • Der Abstand der Vorderkante der Sitzfläche zur Kniekehle sollte etwa eine halbe Handbreite betragen. Die Knie sollten in einem Winkel von 110 bis 120 Grad stehen.
  • Die Sitzfläche sollte leicht nach hinten abfallen.
  • Der Rücken sollte ganz an der Lehne anliegen bei leicht zurückgelehntem Körper.

Weitere Informationen der BG Verkehr unter: www.bg-verkehr.de/arbeitssicherheit-und-gesundheitsschutz/aktionen-und-kampagnen/deinruecken

Hintergrund "Denk an mich. Dein Rücken"
In der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere Informationen unter www.bgetem.de, Webcode: 13481857 und www.deinruecken.de.

Pressekontakt
Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon 0221 3778-5521
Telefax 0221 3778-195521
Mobil 0175 260 73 90
E-Mail sprotte.christian@bgetem.de
Internet www.bgetem.de, Webcode 11364615

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