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UV- und Zweikomponentenfarben und -Lacke

Neben den weit verbreiteten Lösemittelfarben kommen noch andere Farbsysteme wie z.B. UV- oder Zweikomponentenfarben zum Einsatz, die im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung betrachtet werden müssen.

Bei beiden genannten Farbsystemen kann es durch Hautkontakt oder inhalative Aufnahme einzelner Inhaltsstoffe zu Hautreizungen und Allergien kommen. Auslösend dafür sind häufig Acrylate, Isocyanate und Epoxidharze. Daher ist es wichtig, die im Sicherheitsdatenblatt beschriebenen Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen und speziell bei UV Farben Hautkontakt strikt zu vermeiden.

Die Verschmutzung der Arbeitskleidung mit UV-trocknenden Druckfarben stellt eine größere Gefährdung dar als bei herkömmlichen Druckfarben. Die Farbe trocknet ohne UV-Bestrahlung auf der Kleidung nicht durch und wirkt hautreizend und -sensibilisierend. Verschmutzte Arbeitskleidung ist deshalb sofort zu wechseln. Der Betrieb muss Arbeitskleidung zur Verfügung stellen und diese reinigen lassen. Um zu verhindern, dass verschmutzte Arbeitskleidung mit der privaten Kleidung in Kontakt kommt, müssen für Arbeits- und Privatkleidung getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten gegeben sein.

Die besonderen Anforderungen bei Verwendung von UV-Farbsystemen sind in der BG ETEM-Broschüre "UV-Trocknung" (MB 034)  beschrieben.

Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung steht eine Checkliste als Praxishilfe für den Umgang mit UV-Farben und -Lacken (S257) zur Verfügung.

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