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Teilereinigung

Im Laufe des Produktionsprozesses werden Klischees, Rasterwalzen, Rakeln und weitere Maschinenteile verschmutzt und müssen gereinigt werden.

Vor allem manuelle Reinigungsarbeiten sind kurzzeitig mit einer hohen Lösemittelbelastung verbunden. Dies gilt sowohl für Arbeiten in der Maschine als auch außerhalb, z. B. im Waschraum oder bei der Zylindervorbereitung.

Nach Gefahrstoffverordnung gilt das "Minimierungsgebot". Das heißt, die Belastung soll so gering wie möglich sein und eine Gesundheitsgefährdung soll vermieden werden. Daher muss während der Reinigung in der Maschine die Maschinen-absaugung in Betrieb sein. Die Waschmaschinen müssen geschlossene Anlagen sein und über eine lokale Absaugung verfügen. Diese muss so gestaltet sein, dass die Lösemitteldämpfe vor dem Öffnen abgesaugt werden (Nachlauf).

Die manuelle Teile- und Druckformreinigung außerhalb der Maschine muss in abgesaugten und gut belüfteten Bereichen durchgeführt werden.

Durch die folgenden Maßnahmen kann die Belastung gegenüber Lösemitteln zusätzlich verringert werden:

  • Maschinelle Reinigung vor Handreinigung,
  • Effektive, ausreichend dimensionierte Absaugung,
  • Geschlossene Farbpumpenwaschanlagen statt manueller Spülung,
  • Verwendung von Waschanlagen mit alkalischen Reinigungsmedien,
  • Verstärkter Einsatz von Tensidreinigern für die Teilereinigung (aber auch für die Fußbodenreinigung).

Bei Beachtung und konsequenter Umsetzung dieser Schutzmaßnahmen können die Grenzwerte eingehalten und hohe Kurzzeitwerte effektiv verringert werden.

Insbesondere bei der Anschaffung von Neuanlagen für die Teilereinigung ist darauf zu achten, dass möglichst geschlossene Systeme zum Einsatz kommen. Frei werdende Lösemitteldämpfe müssen wirksam abgesaugt und nach außen abgeführt werden. (weitere Informationen enthält die DGUV Information 213-718)

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