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4. Lösungsworkshop

Ein Lösungsworkshop dient der Konkretisierung der Befragungsergebnisse und der Entwicklung von Lösungsideen. In moderierten Kleingruppen wird das Expertenwissen der Teilnehmer erschlossen.

Die Dauer des Lösungsworkshops liegt zwischen 1,5 und 4 Stunden. Sie hängt von der Teilnehmerzahl sowie Art und Anzahl der zu besprechenden Belastungsfaktoren ab. 

Die Moderation kann durch interne oder externe Moderatoren geleitet werden.

  • Eine externe Moderation ist empfehlenswert, wenn soziale Konflikte oder Führungsfragen im Raum stehen.
  • Moderieren interne Mitarbeiter oder Führungskräfte, sollten sie eine neutrale, wertschätzende Haltung einnehmen. Ist dies nicht möglich, weil z.B. Rollenkonflikte oder Führungsthemen ins Blickfeld geraten, raten wir dazu, einen gesonderten Termin mit externen Moderatoren anzusetzen.

 Die Führungskraft wird aktiv.

  • Die Führungskraft erteilt zu Beginn des Lösungsworkshops der Gruppe den Auftrag, die Belastungssituation zu reflektieren und Ideen für Maßnahmen zu entwickeln. 
  • Die Führungskraft verlässt den Raum während der Problembeschreibung und Lösungssuche. Denn es wird häufig freier gesprochen, wenn die Führungskräfte nicht im Raum sind.
  • Am Ende des Workshops - bei der Präsentation der Ergebnisse - ist die Führungskraft, wieder anwesend. Dann können mit ihrer Zustimmung erste Maßnahmen direkt auf den Weg gebracht werden. 

Die Teilnehmergruppe 

Die Teilnehmergruppe muss nicht exakt der Befragungsgruppe entsprechen. Es hat sich jedoch bewährt, entweder ein gesamtes Team im Lösungsworkshop zu haben oder eine repräsentative Anzahl Freiwilliger (Vertreterworkshop). Durch die aktive Beteiligung der Beschäftigten erhöht sich die Akzeptanz der Maßnahmen. Die Gruppe sollte nur im Ausnamefall weniger als fünf oder mehr als 15 Personen umfassen.

Nach dem Lösungsworkshop werden die Ergebnisse an die Führungskraft, die Steuerungsgruppe bzw. die Geschäftsleitung weitergeleitet. Hier wird entschieden, welche Maßnahmen umgesetzt werden.

AblaufVorgehenZeit

Begrüßung und Klärung
der Rahmenbedingungen

Vorstellung von Moderator und Teilnehmern.
Führungskraft nennt das Ziel: Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Vereinbarung zur Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes. Alles Schriftliche, das raus geht, wird am Ende gemeinsam beschlossen.
15 Minuten
Ergebnispräsentation

Präsentation der Ergebnisse aus der Onlinebefragung (z.B. mit Beamer):
Was ist positiv? (Ressourcen)
Wo muss genauer hingeschaut werden? (Alle Themenfelder, die im roten Bereich liegen, sollten bearbeitet werden.)

15 Minuten
Problembeschreibung

Was sind typische Situationen, in denen sich das Problem zeigt?
Jede Person schreibt möglichst mindestens eine Situation zu jedem "roten" Themenfeld (z.B. auf Moderationskarten).

15-20 Minuten
Ursachen

Was ist die Ursache der Belastung?
Sammeln der Belastungsursachen für alle Themenfelder im Plenum. Der Moderator visualisiert (z.B. auf Flipchart).

15-30 Minuten
Lösungssuche I

Bildung von Kleingruppen nach Interesse an den Themenfeldern (auf gleiche Gruppengröße achten).
Leitfragen:
Was kann ich selbst tun?
Was kann unser Team tun?
Was kann die Führung tun?
(Moderationskarten - je Frage eine Farbe)
Bitte darauf achten, dass die Lösungen zu den eigenen Situationen passen.

15-30 Minuten
Lösungssuche II

Vorstellung der Kleingruppenergebnisse im Plenum, Ergänzungen werden vom Moderator aufgenommen.
Eventuell: Priorisierung (Rangfolge) der besten Lösungen

15-30 Minuten
Abschluss und Ausblick

Führungskraft ist anwesend:

  • Was können wir hier beschließen
  • Was wird in der Steuerungsgruppe entschieden?
  • Beschreibung des weiteren Verfahrens,

Führungskraft ist nicht anwesend:

  • Was soll in welcher Form weitergereicht werden? (Fotoprotokoll)
  • Wird noch ein weiterer Termin gebraucht?

Hinweis auf die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes. Feedback. Bedanken für die Teilnahme.

15-45 Minuten

 

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