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etem Magazin | Ausgabe 4/2015 | Elektro Feinmechanik - Neue Serie: Chefsache

Erfolgsfaktor Führung

Gute Führung ist wichtig für den Unter- nehmens-Erfolg. Doch wie geht das? Und was hat das mit Arbeitssicherheit zu tun? Das beleuchten wir in unserer neuen Serie „Chefsache“. Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft auseinander: Kontrolle statt Vertrauen, Abhängigkeit statt Eigenverantwortung, Leistungsdruck statt Wertschät- zung prägen noch immer die Atmosphäre in vielen Unternehmen. Davon sind nicht nur die Beschäftig- ten betroffen, sondern oft auch Führungskräfte. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesarbeits- ministeriums (BMAS) und der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ aus dem vergangenen Jahr. Darin gaben 400 Führungskräfte vom Vorstandsmitglied bis zum Teamleiter Auskunft über ihre praktischen Erfahrun- gen und ihre Sicht auf künftige Herausforderungen. Mehr als drei Viertel der Befragten halten demnach den vorherrschenden Führungsstil für nicht mehr zeitgemäß. Er sorge sogar für Nachteile, wenn es da- rum gehe, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter zu gewinnen und zu binden. Ohne eine Neuori- entierung in der Führungskultur sei für die Mehrheit der Führungskräfte der Standort Deutschland gefähr- det. Wörtlich heißt es in der Studie: „Die Gefahr, den Anschluss zu verpassen, nehme kontinuierlich zu.“ Gesundheitsgerecht führen Wissenschaftler und Vordenker in der Wirtschaft sind sich weitgehend einig: Es reicht nicht mehr, wenn das Management einsame Entscheidungen trifft, sie nach unten kommuniziert und ein Controllingsystem installiert, um die Umsetzung zu erfassen. Der Unternehmer Randolf Rodenstock sieht Füh- rungskräfte als Vermittler zwischen den Interessen des Betriebs und der Beschäftigten. Erfolgreich könn- ten sie nur mit einem kooperativen Führungsstil sein, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Entschei- dungen einbeziehe. Der Neurobiologe Professor Gerald Hüther geht noch einen Schritt weiter. Er fordert eine „gehirngerechte Führung“, die das individuelle Potenzial der Mitarbei- ter gezielt nutze. Bessere Kommunikation, mehr Frei- räume für eigenes Gestalten und mehr Transparenz hinsichtlich der Unternehmensziele seien wichtige Schritte hin zu einem konstruktiveren Arbeitsklima. Vertrauen und Verantwortung Aufgabe der Unternehmensführung muss es dem- nach sein, ein vertrauensvolles Klima zu schaffen, das es den Beschäftigten erlaubt, mit mehr Eigenver- antwortung engagiert mitzugestalten. „Das gilt für die wirtschaftlichen Ziele eines Unternehmens ge- nauso wie für die Themen Arbeitssicherheit oder Gesundheitsschutz“, sagt Dr. Just Mields, Arbeitspsy- chologe bei der BG ETEM. „Aus diesem Grund ist Führungskultur auch ein wichtiges Thema.“ Wie Beschäftigte in konkrete Prozesse eingebun- den werden können, zeigt das Beispiel DS Smith Packaging in Nürnberg. Über „Safety Quick Check Cards“, kurze Fragebögen zur Arbeitssicherheit, wer- den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die sicher- heitsrelevante Bewertung ihrer Arbeitsplätze einbe- zogen. Dabei festgestellte Mängel werden so schnell Neue Serie Erfolgsfaktor Führung Gute Kommunikation und transparente Entscheidungsstrukturen sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Führung. mensch & arbeit 12 etem 04.2015

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