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etem Magazin | Ausgabe 4/2015 | Elektro Feinmechanik - Praktischer Arbeitsschutz

Eine Karte für alle

Arbeitsschutz geht alle an. Nach diesem Motto be- zieht DS Smith Packaging Deutschland alle Beschäftig- ten in den Arbeitsschutz mit ein. Dazu hat das Unterneh- men eigene „Safety Quick Check“-Karten entwickelt. Der Verpackungshersteller mit Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Mit einer einfachen Idee hat ein Verpackungshersteller die Zahl der Arbeitsunfälle drastisch gesenkt. Investitionen sein, die zu mehr Sicherheit führen“, erklärt Olaf Pölkemann, Health, Safety & Risk Manager für Deutschland und die Schweiz. Große Wirkung Mit der Montage einer Wand- tafel zur Aufbewahrung von Heißklebepistolen und Reini- gungsgeräten zum Beispiel konnten Stolpergefahren in der Displayhalle des Werks Hövelhof gebannt werden. Der Aufwand dafür betrug etwa ei- nen Tag Arbeit plus 200 Euro Materialkosten. Lediglich 75 Euro kostete die Installation eines Safety Steps (Anti-Rutsch-Streifen) auf Roll- bahnen im Werk Arnstadt. Die Anregung kam von einem Ma- schinenführer. Die zuvor be- stehende Sturzgefahr wurde verringert. Das Ergebnis: 2013 konnte die Zahl der Arbeitsunfälle im Unternehmen um 22 Prozent Praktischer Arbeitsschutz Eine Karte für alle reduziert werden. Die Zahl der Ausfalltage ging um 41 Prozent zurück. „Die Kolleginnen und Kollegen sind heute viel auf- merksamer und sensibler, wenn es um Arbeitssicherheit geht“, freut sich Pölkemann. Die „Safety Quick Check“- Karten sind handliche Faltkar- ten im Format DIN A6. Sie ent- halten jeweils rund 20 Fragen zu den Themen Mensch, Orga- nisation, Technik, Maschinen und Anlagen. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit verteilen sie in regelmäßigen Abstän- den an die Beschäftigten. In der Produktion wird so täglich ein anderer Arbeitsplatz über- prüft, in anderen Bereichen wie Verwaltung, Lager oder In- standhaltung gibt es wöchent- lich wechselnde Checks. „Die besten Fachleute für die jeweiligen Arbeitsplätze sind die Beschäftigten selbst“, stellt Olaf Pölkemann fest. Sie füllen die Karten aus und ge- lässt die Beschäftigten mit diesen Karten ihre eigenen Ar- beitsplätze auf mögliche Ge- fahren prüfen. Seit Beginn der Aktion füll- ten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2.350 Karten aus. Heraus kamen 1.750 Bean- standungen, die zu 80 Prozent ausgeräumt werden konnten. „Es müssen nicht immer große Handlich und übersicht- lich: Die „Safety Quick Check“-Karte für den Bereich Produktion. betrieb & praxis 20 Fotos:BG ETEM;DSSmith etem 04.2015

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