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Psychische Belastungen: Lob für Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung

(01.03.2017) Das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) hat die Handlungshilfe "Gemeinsam zu gesunden Arbeitsbedingungen" der BG ETEM überprüft und dabei eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit ermittelt. Der gesamte Prozess, die Verständlichkeit und auch die Broschüre selbst wurden positiv bewertet.

Seit 2014 bietet die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten eine Handlungshilfe für die Beurteilung der psychischen Belastung an. Die Broschüre "Gemeinsam zu gesunden Arbeitsbedingungen" leitet den Prozess der Gefährdungsbeurteilung über fünf Schritte. Ziel ist es, dass Unternehmerinnen und Unternehmer in der Lage sind, ohne weitere Hilfsmittel oder externe Unterstützung zusammen mit den Beschäftigten Maßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und in ihrer Wirksamkeit zu kontrollieren. Um zu überprüfen, ob dieses Verfahren in der Praxis funktioniert oder ob es weiterentwickelt werden muss, hat das IAG dazu eine Evaluation durchgeführt.

Sechs Unternehmensleitungen bzw. Verantwortliche und drei Beschäftigte wurden telefonisch befragt. Da sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freiwillig für ein Interview gemeldet haben, handelt es sich um eine nicht repräsentative Gelegenheitsstichprobe.

In den Interviews zeigte sich eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit der Handlungshilfe. Die Befragten gaben mehrheitlich an, sich an das vorgeschlagene Vorgehen gehalten und die mit der Broschüre bereitgestellten Medien genutzt zu haben. Als besonders hilfreich für den Prozess wurden der Austausch mit den Beschäftigten im Workshop und die dafür bereitgestellten Poster genannt. Dass das Verfahren eine hohe Beteiligung der Beschäftigten ermöglicht, sagten sechs der Befragten.

Fast alle Betriebe in der Stichprobe hatten im Rahmen der Beurteilung der psychischen Belastung Maßnahmen geplant und zum Teil schon umgesetzt.

Insgesamt wurden der Prozess, die Verständlichkeit sowie die Broschüre sehr positiv bewertet. So sagte eine Verantwortliche im Interview: "Eine super Hilfe und Unterstützung, wie man das relativ einfach durchführen kann, sodass jeder Mitarbeiter seine Meinung sagen kann und er über die Maßnahmen und den Verlauf Mitspracherecht hat."

Pressekontakt
Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon 0221 3778-5521
Telefax 0221 3778-25521
Mobil 0175 260 73 90
E-Mail sprotte.christian@bgetem.de
Internet www.bgetem.de, Webcode 11364615

 

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