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Aus Unfällen lernen: Schwerem Störlichtbogenunfall entkommen

Elektromonteur entkam bei Arbeiten an einer 20 kV-Trafostation schwerem Störlichtbogenunfall.
Aus Unfällen lernen: Schwerem Störlichtbogenunfall entkommen

Ausgebrannte 20 kV-Station nach dem Kurzschluss

Arbeitsauftrag:
Der Elektromonteur eines Netzbetreibers wurde beauftragt, an einem NS-Abgang einer 20 kV-Trafostation eine Muffe zu setzen.

Unfallhergang:
Der Monteur öffnete die Doppeltür der Trafostation, um auf der Rückseite der Niederspannungsschaltverteilung vorbereitende Arbeiten für das Freischalten, Erden und Kurzschließen des Abgangs durchzuführen. Dazu hängte er eine Plexiglasscheibe aus den Haltewinkeln bzw. aus den Kunststoffschrauben aus und stellte diese Scheibe zur Seite. Als er sich wieder der Schaltanlage zuwandte, hörte er an der Kabeleinführung vom Kabelkeller zur Station ein Prasseln. Geistesgegenwärtig rannte er sofort aus der Station. Der sich ausbildende Lichtbogen erfasste den Monteur glücklicherweise nur noch an einem Bein. Die Schaltanlage brannte hingegen total aus.

Unfallanalyse:
Vermutlich ist beim Aushängen der Plexiglasscheibe ein Haltewinkel in die unter Spannung stehende Anlage gefallen und hat den Lichtbogen verursacht. Den Monteur trifft keine Schuld an dem Unfall.

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