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Betrieblicher Hautschutz - Schritt 1: Gefährdungsbeurteilung

Welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, ergibt sich aus einer Beurteilung der Gefährdungen am Arbeitsplatz und gegebenenfalls aus der arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Gefährdungsbeurteilung
Jedes Unternehmen in Deutschland ist verpflichtet, die Gefährdungen an seinen Arbeitsplätzen zu beurteilen. Auf dieser Grundlage leitet die Unternehmensleitung Schutzmaßnahmen ab und setzt sie um. Dabei ist sowohl eine sicherheitstechnische als auch eine arbeitsmedizinische Beratung sinnvoll – insbesondere bei fachübergreifenden Themen wie Hand- und Hautschutz. Insbesondere beim Hautschutz ist arbeitsmedizinischer Rat sinnvoll.

Handlungsschritte einer Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung ist ein Prozess, der sich regelmäßig wiederholt. Zum Vergrößern, bitte Bild anklicken.

Arbeitshilfe zur Gefährdungsbeurteilung
Eine Arbeitshilfe zur Gefährdungsbeurteilung bei dermal gefährdender Tätigkeit bietet die BG ETEM im Anhang der Broschüre „Gesunde Haut am Arbeitsplatz“ (MB 003) auf Seite 28. Zum Vergrößern, bitte Bild anklicken.

Gefährdungsbeurteilung der Hautexposition
Für die speziellen Gefährdungen hat der Gesetzgeber die Gefährdungsbeurteilung konkretisiert. Dies gilt für Gefahrstoffe, biologische Arbeitsstoffe sowie Strahlung. Dabei ist - außer bei geringer Gefährdung - das Führen eines Gefahrstoffverzeichnisses erforderlich.

Eine Gefährdungsbeurteilung der Hautexposition nach der technischen Regel TRGS 401 umfasst:

  1. Feuchtarbeit
  2. Hautgefährdende Gefahrstoffe
  3. Hautresorptive Gefahrstoffe
  4. Iriitativ wirkende Arbeitsstoffe (EUH 066) [1]
  5. Ermittlung tätigkeitsbezogener Informationen
  6. Zuordnung zu Gefährdungskategorien (gering-mittel-hoch)
  7. Ableitung von Maßnahmen
  8. Arbeitsmedizinische Vorsorge

Kombination von Gefährdungen bedenken
Bei der Beurteilung der Gefährdungen, die von Gefahrstoffen ausgehen, sind nicht nur Aspekte der Hautgesundheit zu berücksichtigen. Unfallrisiken wie Explosionsgefährdung beim Einsatz von Lösemitteln mit niedrigem Flammpunkt oder inhalative Gefährdungen sind ebenfalls zu beachten.

 

 



[1] EUH-Satz EUH 066

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