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Betrieblicher Hautschutz - Schritt 4: Unterweisen

Damit Beschäftigte wissen, wie sie ihre Haut bei der Arbeit schützen müssen, brauchen sie eine arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogene Unterweisung. Dabei werden sowohl die Gefährdungen bei den jeweiligen Tätigkeiten erklärt, als auch die anzuwendenden Schutzmaßnahmen.

Ergänzend zur tätigkeitsbezogenen Unterweisung vermittelt das Lernmodul interAKTIV, "Hautschutz" wesentliche Inhalte in einer kompakten Zusammenfassung.

Worauf kommt es bei der Unterweisung an?
Beim Auftragen von Schutz- und Pflegemitteln oder bei der Hautreinigung können viele Fehler gemacht werden. Das Allerwichtigste ist, sich die notwendige Zeit zu nehmen. In einer gemeinsamen Übung lassen sich dabei auch problematische Gewohnheiten aufzeigen und korrigieren.

Vor der Tätigkeit: Hautschutz richtig auftragen

 

Hautschutz auftragen
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  1. Hände waschen und vor dem Eincremen Uhren, Ringe und Armbänder ablegen.
  2. Eine haselnussgroße Menge Hautschutzmittel auf die trockenen und sauberen Hände bzw. den Handrücken auftragen.
  3. Gleichmäßig auf dem Handrücken auftragen.
  4. Fingerzwischenräume sorgfältig eincremen. 

  5. Nagelfalze und Fingerkuppen nicht vergessen. Den Rest für Handinnenflächen und -gelenke verwenden. 


 

 

Nach der Tätigkeit: Haut reinigen

Haut reinigen
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  1. Reinigungsmittel sparsam dosieren.
  2. Gleichmäßig auf den Händen, auch zwischen den Fingern und an den Kuppen, verteilen.
  3. Schmutz mit handwarmem Wasser abwaschen.
  4. Die Hände mit reichlich Wasser abspülen. Anschließend gründlich mit sauberen Stoff- oder Papierhandtüchern abtrocknen.

 

 

 

 ... und pflegen.

Jede Reinigung entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Die Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln (Detergenzien) können irritativ wirken. Ein Hautpflegemittel unterstützt die Regeneration und sollte deshalb sorgfältig aufgetragen werden.

Handschutz tragen
Hat die Gefährdungsbeurteilung ergeben, dass bei bestimmten Tätigkeiten Handschutz zu tragen ist, müssen die Beschäftigten darin ebenfalls unterwiesen werden.

Handschutz tragen
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  1. Hände reinigen und trocknen, bevor die Schutzhandschuhe angezogen werden.
  2. Ein Paar Handschuhe sollte nicht länger als zwei Stunden ununterbrochen getragen werden. Wenn möglich, zwischen mehreren Paaren wechseln.
  3. Den Stulpenrand umschlagen, damit keine Flüssigkeit hineingelangen kann.
  4. Schutzhandschuh vor dem Ausziehen reinigen, ohne die Außenseite zu berühren. Ansonsten droht der Kontakt mit Schadstoffen.
  5. Danach mit den im Hautschutzplan vorgesehenen Mitteln Hände waschen und pflegen.
  6. Vor dem erneuten Tragen sicherstellen, dass der Handschuh von außen und innen trocken ist.
  7. Nur geeignete Schutzhandschuhe verwenden, vor dem Anziehen auf mögliche  Beschädigungen prüfen.

Achtung: Das Tragen von Schutzhandschuhen, nachdem ein Hautpflegemittel auf die Hände aufgetragen wurde, steigert die Aufnahme von Inhaltsstoffen durch die Haut – sowohl des Hautmittelpflegemittels als auch des Handschuhmaterials.

Cover T 006
Die Tipps „Hautschutz“ (Medienportal der BG ETEM, Rubrik „Faltblätter“, T 006) ergänzen die Unterweisung. Mitgliedsbetriebe können sie kostenlos bestellen, um sie nach der tätigkeitsbezogenen Unterweisung zu verteilen.

 

Betriebsanweisung mit allen wichtigen Infos
Damit die Informationen zum Hand- und Hautschutz jederzeit griffbereit sind, werden die erforderlichen Verhaltensweisen zum Arbeitsschutz in den im Betrieb ausgehängten Betriebsanweisungen bekannt gegeben. Basis für die Erstellung der Betriebsanweisung ist die Gefährdungsbeurteilung. Der  Hautschutzplan konkretisiert Art und Anwendung der Hautmittel, z. B. am Händewaschplatz.

Grundsätzlich beschreiben Betriebsanweisungen für einen Arbeitsplatz beziehungsweise für eine Tätigkeit, welche Gefährdungen es dort gibt und welche Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln von den Beschäftigten einzuhalten sind. Betriebsanweisungen zu Tätigkeiten mit Gefahrstoffen enthalten darüber hinaus Regelungen zum Verhalten im Gefahrfall, zur ersten Hilfe und zur sachgerechten Entsorgung von Gefahrstoffen.

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