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"Denk an mich. Dein Rücken": Qual der guten Wahl

(04.06.2013) Bürostühle gibt es viele. Wie finde ich den richtigen? Präventionskampagne gibt Tipps: Mehr als 17 Millionen Beschäftigte in deutschen Büros verbringen ihren Berufsalltag größtenteils im Sitzen. Wie bequem, könnte man meinen. Aber für den Rücken ist Dauersitzen eine einseitige Belastung, die zu Verspannung und Schmerzen führen kann. Der richtige Bürostuhl und dazu die Integration von Bewegungsanteilen in den Arbeitsalltag sind deshalb von großer Bedeutung für die Rückengesundheit. Worauf man bei der Auswahl des Bürostuhls achten sollte, dazu einige Tipps von der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken".
"Denk an mich. Dein Rücken": Qual der guten Wahl

Ergonomische Bürostühle bieten Entlastung für den Rücken. (Foto: Arne Landwehr / Präventionskampagne Dein Rücken)

Richtig sitzen, gut arbeiten
Statische Sitz- und Zwangshaltungen können zu Verspannungen der Muskulatur führen, vor allem im Schulter-Nackenbereich, aber auch in der Schulter- und Rückenmuskulatur. "Diese muskuläre Anspannung kann Konzentrationsmangel, Nervosität und Ermüdung bei der Arbeit verstärken", sagt Dr. Rolf Ellegast vom Referat  Ergonomie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA): "Ergonomische Bürostühle bieten da Entlastung. Aber noch wichtiger ist es, im Alltag jede Möglichkeit zur Bewegung zu nutzen. Unser Rücken braucht Abwechslung und Herausforderung, um sich dauerhaft wohl zu fühlen."

Was macht einen guten Bürostuhl aus?

  • Der Stuhl sollte auf jeden Fall den sicherheitstechnischen Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes entsprechen. Das wird durch das GS-Zeichen bescheinigt.
  • Der Stuhl sollte ergonomisch gestaltet sein. Das heißt, er sollte die natürliche Haltung in allen Sitzpositionen unterstützten, individuell anpassbar sein und Bewegung fördern. Armlehnen sollten Schultern und Nacken entlasten. Eine hilfreiche Checkliste finden Sie unter: http://www.vbg.de (Suchwort: Bürostuhl)
  • Der Stuhl sollte mit einer Benutzerinformation ausgestattet sein. Sie informiert zum Beispiel über Einstellungsmöglichkeiten und die sind die Grundlage für die Unterweisung des Beschäftigten. Häufig werden Einstellungen nicht genutzt, weil die Nutzer nicht mit ihnen vertraut sind.

Grundsätzlich gilt: Das Angebot an Bürostuhl-Modellen ist groß. Vor dem Kauf sollten deshalb die Bedürfnisse der Beschäftigten genau ermittelt werden. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Auswahl beteiligt werden, fördert das zudem ihre Bereitschaft, den Stuhl richtig zu nutzen und auf ihre individuellen Maße einzustellen. Auch die Expertise der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes sollten eingebunden werden. Beim Kauf selbst empfiehlt es sich, mehrere Personen unterschiedlicher Größe und Gewicht Probe sitzen zu lassen. Eine sorgfältige Auswahl erspart später Kosten und Ärger. http://www.vbg.de/apl/vbg/im_qual_wahl/8.htm

Bei den richtigen Einstellungen sollten dann wiederum die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt unterstützen. Denn nur ein individuell angepasster Bürostuhl erfüllt seinen Zweck. Eine kleine Checkliste gibt auch der Flyer "Gesund arbeiten am PC".

Hintergrund "Denk an mich. Dein Rücken"
In der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere Informationen unter www.bgetem.de, Webcode: 13481857 und www.deinruecken.de

Pressebild


Pressekontakt

Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon 0221 3778-5521
Telefax 0221 3778-195521
Mobil 0175 260 73 90
E-Mail sprotte.christian@bgetem.de
Internet www.bgetem.de, Webcode 11364615

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