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Spezielle Informationen für einzelne Branchen

Besondere Maßnahmen, die für bestimmte Branchen oder Arbeitsplätze ergriffen werden müssen. Checklisten für die Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung.

In unserem Medienportal können Sie allgemeine und brachenspezifische Informationen bestellen bzw. herunterladen.

Bei Büro- und Verwaltungstätigkeiten, Arbeiten im Servicecenter oder Callcenter lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass verschiedene Personen aufeinandertreffen. Daher müssen Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen werden.

[Stand: 08.07.2020]

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion für Beschäftigte mit Büro-oder Verwaltungstätigkeiten zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

Allgemein – Organisation

  • Die Beschäftigten werden über die Infektionswege mit dem Coronavirus informiert. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden). Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern sollte grundsätzlich auch bei der Arbeit eingehalten werden - in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen! In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen. In Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, können Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) zur Verfügung gestellt und getragen werden.
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen wo Tätigkeiten organisiert werden können, die einen sicheren Abstand gewährleisten.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben. Beschäftigte mit Atemwegssymptomen: siehe Verhalten im Krankheitsfall.
  • Den Beschäftigten wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.
  • An Empfangsbereichen/Theken Kunststoffscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/der Zeiterfassung nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Sind Fremdfirmen im Unternehmen tätig, gelten die festgelegten Maßnahmen für alle Beteiligten.
  • Kontakte zwischen Personen, insbesondere Betriebsfremden dokumentieren, um ggf. Infektionsketten im Nachhinein nachvollziehen zu können.
  • Arbeitsbeginn und Pausenzeiten versetzt organisieren.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden), z. B. vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende der Arbeitsschicht.
  • In Sanitäreinrichtungen Flüssigseife und Handtuchspender zur Verfügung stellen.
  • Die Beschäftigten sind zu den Themen Hygiene und in der Anwendung von Desinfektionsmittel zu schulen.
  • Die Reinigungsintervalle anpassen, z. B. Türklinken und Handläufe regelmäßig reinigen/desinfizieren.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann (z. B. Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten, Abstände von Tischen und Stühlen in Gemeinschaftsräumen).
  • In Kantinen wird ein ausreichender Abstand von Tischen/Stühlen eingehalten. Warteschlangen an der Essensausgabe und der Kasse organisatorisch vermeiden; auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern wird z. B. durch Bodenmarkierungen hingewiesen.
  • Räume (insbesondere kleinere Räume) regelmäßig gründlich lüften.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Büroarbeitsplätze so nutzen, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann, ggf. Kunststoffscheiben oder abgehängte Folien installieren. In Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, können Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) zur Verfügung gestellt und getragen werden.
  • Absprachen bevorzugt telefonisch oder per Videokonferenz durchführen. Kann auf Anwesenheit mehrerer Personen vor Ort nicht verzichtet werden, werden die Mindestabstände eingehalten.
  • Personalwechsel innerhalb Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Arbeitsmittel personenbezogen zur Verfügung stellen. Bei Nutzung von Arbeitsmitteln und Geräten mit wechselnder Nutzung (PC, Drucker, Handwerkzeuge, Kaffeemaschinen usw.) auf ausreichende Handhygiene achten. Ebenso werden Arbeitsmittel und Geräte regelmäßig gereinigt.

COVID-19 Infektionsrisiko in abwassertechnischen Anlagen

[Stand: 16.04.2020]

Nach derzeitigem Wissensstand ist eine Übertragung von COVID-19 über den Weg des Abwassers sehr unwahrscheinlich. Von einer Gefährdung für Beschäftigte in abwassertechnischen Anlagen in Zusammenhang mit dem Auftreten von COVID-19 ist laut aktueller Datenlage nicht auszugehen. Die Krankheit wird im direkten Kontakt mit Infizierten noch vor dem Einsetzen von Krankheitssymptomen durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.

Beim derzeit eingesetzten PCR-Test werden einzelne DNA-Stränge vervielfältigt und mit der COVID-19 Virus-RNA abgeglichen. Aufgrund der hohen Spezifität des Tests kann damit treffsicher bestimmt werden, ob es sich beim untersuchten Virus auch tatsächlich um COVID-19 handelt und nicht um andere Erkältungsviren.

Mit dem PCR-Test ist COVID-19 auch im Stuhl sehr gut nachweisbar, wobei es aber nicht so aussieht, als wäre das dort mit PCR nachgewiesene Virus ein infektiöses Virus. Diese Schlussfolgerung ist möglich, weil man dieselbe Probe parallel auf eine Zellkultur geben kann und anschließend nachschaut, ob dieses Virus auch lebend anwächst. Dies tut es nach allen bisher veröffentlichten Untersuchungen nicht.

Nach einer am 01.04.2020 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie scheint die Infektiosität der COVID-19-Patienten insbesondere von der Viruslast im Rachen bzw. der Lunge abzuhängen, was darauf hindeutet, dass COVID-19-Erkrankte schon zu einem Zeitpunkt infektiös sein können, bevor sie überhaupt bemerken, dass sie krank sind.

Unabhängig von der im PCR-Test nachgewiesenen Konzentration der viralen RNA war in der Studie eine Virusisolierung aus Stuhlproben in keinem der untersuchten Fälle erfolgreich (basierend auf insgesamt 13 entnommenen Proben). Eine erfolgreiche Virusisolation hängt auch von der Viruslast ab: Ein weiteres Ergebnis war, dass Proben mit weniger als 106 Kopien/ml (oder Kopien pro Probe) niemals ein Isolat ergaben.

Aus diesen Gründen ist nach derzeitigem Wissenstand nicht von einer COVID-19-Infektion z. B. durch Austrag von Viruspartikeln über Aerosole aus Einsteigschächten von Kanalisationen auszugehen.

Dessen ungeachtet sind Schutzmaßnahmen, wie in der TRBA 220 "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen" formuliert, zu beachten.

[Stand: 02.06.2020]

Bei der Kundenbetreuung im Ladengeschäft, bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Brillen sowie insbesondere beim Anpassen von Brillen und Kontaktlinsen kann ein enger Kontakt zum Kunden bestehen. Ist ein direkter Kontakt nicht auszuschließen, müssen mögliche Infektionsübertragungen in beide Richtungen (z. B. vom Mitarbeiter zum Kunden und umgekehrt) vermieden werden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Die grundlegenden persönlichen Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion werden unter "Allgemeine Präventionsmaßnahmen" beschrieben.

Je nach Ergebnis der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung tragen (Mitarbeiter und Kunden)
  • Beim Refraktionieren am Optometer Abstand halten (mind. 1,5 m)
  • Erfordernis der Spaltlampenuntersuchung (Indikation) prüfen!
  • Bei der Brillenanprobe/-anpassung ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes des Kunden nicht immer möglich. Hier ist ein alternatives Schutzkonzept anzuwenden:
    • Der Kunde trägt keinen Mund-Nase-Schutz
    • Der Abstand des Kunden zu allen anderen Kunden und Mitarbeitern beträgt mindestens 1,5 m, besser 2 m
    • Der bedienende Optiker wie auch Begleiter des Kunden tragen zum Eigenschutz und Schutz des Kunden eine Schutzbrille/Gesichtsvisier und eine FFP2-Maske
  • Von außen gut sichtbarer Hinweis zur Option einer telefonischen Terminvereinbarung (um ein ggf. erhöhtes Ansammeln von Menschen im Ladengeschäft zu vermeiden). Falls möglich, Online-Verkauf von Brillen, Kontaktlinsen, Reinigungszubehör etc. mit Postversand und/oder Botendienst einrichten.
  • Hinweise mit Informationen zum korrekten Verhalten der Kunden im Eingangsbereich anbringen, ggf. Bodenmarkierungen für Wartepositionen vorsehen.
  • Vorrangig Abstand halten, mindestens 1,5 m.
  • Direkten (< 1,5 m) oder ungeschützten Kontakt zu Personen mit erkennbaren Erkrankungssymptomen der Atemwege vermeiden (s. tagesaktuelle Empfehlungen RKI).
  • Von außen gut sichtbaren Hinweis anbringen, dass Personen mit den bekannten Symptomen (Husten, Halskratzen, Fieber, Atembeschwerden) vor Betreten des Ladengeschäfts erst Rücksprache mit dem Ladenpersonal halten sollen. Notwendige Bedienung (Notversorgung) zeitlich begrenzen (Risikominimierung durch Reduzierung der Kontaktzeit). Beidseitige Anwedung von FFP2-Masken, ggf. Handschuhen, Schutzkittel, nach Kontakt reinigen und/oder entsorgen. (s. Empfehlungen RKI).
  • Fernbetreuungsmöglichkeiten nutzen, z. B. telefonische/elektronische Beratung (insbesondere bei Personen mit Atemwegsbeschwerden/-symptomen)
  • Berühren des Gesichtes mit den Händen vermeiden
  • Vor und nach Kundenkontakten, Hände gründlich 30 Sekunden mit Seife waschen
  • Zum Abtrocknen Einmal-Papierhandtücher benutzen
  • Handdesinfektionsmittel mit mindestens "begrenzt viruzid" unter Beachtung der Herstellerangaben bedarfsgerecht einsetzen.
  • Handdesinfektionsmittel möglichst im Spender zur Verfügung stellen.
  • Bei direktem Kundenkontakt Einmalschutzhandschuhe benutzen (z. B. gemäß DIN EN ISO 374-5) und nach Gebrauch fachkundig im dafür vorgesehenen Mülleimer entsorgen.
  • Vor der Arbeit geeigneten und wirksamen Hautschutz auftragen, nach der Arbeit Hautpflege vornehmen (häufiges Händewaschen und Desinfizieren trocknet die Haut aus). Geräte und Flächen im Geschäft mit geeignetem Flächendesinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" nach Herstellerangaben einsetzen.
  • Brillen und Kontaktlinsen fachgerecht reinigen oder desinfizieren:
    - Brillen im Ultraschallbad mit Reinigungszusatz reinigen (nass vor trocken)
  • Mehrmals am Tag die Kunden- und Aufenthaltsräume mehrere Minuten lüften
  • Klimaanlagen mit Außenluftzufuhr fahren
  • Betriebsärztliche Beratung zum betriebsspezifischen Gesundheits- und Infektionsschutz einholen

Bau- und Montagestellen z. B. im Fahrleitungsbau, Elektro-Handwerk, Energie- und Wasserwirtschaft.

[Stand: 23.04.2020]

Auf Bau- und Montagestellen arbeiten häufig viele Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmen und Gewerke eng zusammen. Das birgt ein erhöhtes Risiko, auch für die gegenseitige Ansteckung mit dem Coronavirus. Grundsätzlich gelten auf dem Betriebsgelände wie auf Bau- und Montagestellen die gleichen Regelungen wie im öffentlichen Raum, d. h. es ist auf ausreichend Abstand zu achten und die bekannten Hygieneregeln sind einzuhalten.

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Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Empfehlungen zum Einsatz von Atemschutz bei Staubbelastungen

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) auf Baustellen zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Zuständigkeiten und Ansprechpartner sowohl im Betrieb als auch auf der Bau- bzw. Montagestelle festlegen
  • Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben. Beschäftigte mit Atemwegssymptomen: siehe Verhalten im Krankheitsfall
  • Vor Beginn der Arbeiten beim Kunden abfragen, ob bei den geplanten Arbeiten besondere Infektionsrisiken bestehen, z. B. Coronaverdachtsfälle oder Arbeiten, bei denen absehbar ist, dass die erforderlichen Abstände nicht eingehalten werden können. Ein Arbeitseinsatz ist dann nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und in begründeten Notfällen unter den vom Gesundheitsamt angeordneten Auflagen vertretbar.
  • Kundenkontakte und Arbeitsbesprechungen möglichst telefonisch, über Videokonferenzen oder E-Mail und nicht vor Ort durchführen.
  • Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Gegenzeichnung von Dokumenten, wie z. B. Stundennachweise oder Regieberichte durch den Auftraggeber sollte vermieden werden.
  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten vermeiden, auch hier möglichst Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften zur Baustelle. Fahrgemeinschaften stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit dem Privatfahrzeug.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Pflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten auf Baustellen, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln (z. B. Leitern) auf ausreichende Händehygiene* achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte folgende Informationen enthalten:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 Meter Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen,
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • Körperkontakt,
    • Nähe zu anderen Menschen.
  • Alle Beschäftigten informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren müssen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten und sich beim Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter melden müssen, um Maßnahmen abzuklären.
  • Alle Beschäftigten anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hat einen Leitfaden für Fachbetriebe mit Informationen rund um die Corona-Krise zusammengestellt.

Bäderbetriebe und deren Organisationsverantwortliche müssen vor einer Wiedereröffnung der Bäder im Vorlauf alle notwendigen Maßnahmen planen sowie ein erweitertes Hygienekonzept erarbeiten, um ein Infektionsrisiko möglichst zu verhindern bzw. gering zu halten.

Das Sachgebiet Bäder der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gibt einige Informationen in der speziellen Veröffentlichung "Fachbereich AKTUELL - Zusätzliche Informationen zum Arbeitsschutz beim Betrieb von Bädern (Hallen-, Freibäder und soweit zutreffend Schwimm- und Badeteichanlagen) während einer Corona-Pandemie" (Ordnungsnummer: FBWoGes-002). Dieses Papier ergänzt den "Pandemieplan Bäder" des Branchenverbandes.

[Stand: 07.04.2020]

Zum Infektionsschutz bei Tätigkeiten mit zahntechnischen Werkstücken sind prinzipiell die Basishygienemaßnahmen der DGUV Information 203-021 "Zahntechnische Laboratorien - Schutz vor Infektionsgefahren“ konsequent anzuwenden. Hierzu zählt auch die Händedesinfektion. Eingesetzte Desinfektionsmittel sollten mindestens die nachgewiesene Wirksamkeit “begrenzt viruzid“ haben.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Tragen Sie bereits beim Auspacken von Lieferungen flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe, die auch beständig gegenüber dem eingesetzten Desinfektionsmittel sind. Verpackungen sollten nach dem Entpacken soweit möglich desinfiziert (wenn dafür geeignet) oder entsorgt werden. Desinfizieren Sie die zahntechnischen Werkstücke gemäß Reinigungsplan.

Führen Sie nach dem Auspacken solcher Werkstücke auch eine wirksame Flächendesinfektion der Arbeitsflächen und ggfs. Werkzeuge durch.

Weisen Sie im Rahmen der Unterweisung auf Früherkennung/Symptomatik des Virus und entsprechendes Verhalten sowie auf die Schutzmaßnahmen hin.

Vereinbaren Sie bei Kurierfahrten mit den Zahnarztpraxen eine kontaktfreie Übergabe.

[Stand: 25.05.2020]

In Druckereien und Betrieben der Papierverarbeitung kann die Mehrzahl der Beschäftigten nicht im Homeoffice arbeiten. Ein enger Kontakt unter ihnen lässt sich bei vielen Arbeiten wie z. B. Austausch von Maschinenkomponenten wie Walzen im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten oftmals nicht vermeiden. Aber auch der Kontakt zu Kundinnen und Kunden ist nach wie vor bei verschiedenen Prozess-Schritten unumgänglich, z. B. bei der Kundenakquise, bei der Abnahme von Andrucken oder der Auslieferung von Drucksachen.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion für Druckereien und papierverarbeitende Betriebe beim Kundenkontakt – im Betrieb oder vor Ort – zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen verstehen die Informationen.
  • Den Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko z. B. durch Kundenkontakt ausgesetzt sind, wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.

Kundenkontakt im Betrieb

  • Kundenkontakte und Arbeitsbesprechungen werden möglichst telefonisch, über Videokonferenzen oder E­Mail und nicht vor Ort durchgeführt.
  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine werden wahrgenommen.
  • Direkte Kundenkontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Kontaktdauer mit dem Kunden auf ein Minimum begrenzen.
  • Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Betriebs sind möglichst zu dokumentieren.
  • Sind Warteschlangen am Empfang nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Am Empfang Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Immer auf Einhaltung der Abstände zwischen Personen achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten verzichten.
  • Die Kunden sollen sich nach Betreten des Betriebs die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Ausreichend große Besprechungsräume wählen, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Regelmäßiges Lüften der Besprechungsräume während der Besprechungen mittels Stoß- oder Querlüftung falls keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist.
  • Im Anschluss an jede Besprechung die Tische und Stühle sowie weitere Objekte, die vom Kunden berührt wurden, mit Wasser und einem handelsüblichen Reinigungsmittel reinigen oder desinfizieren.
  • Schutzkittel, die vom Kunden getragen wurden, müssen bei mindestens 60 °C mit Vollwaschmittel gewaschen werden.
  • Gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) nach dem Kundenbesuch, vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.

Kundenkontakt bei Vor-Ort-Terminen

  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine werden wahrgenommen.
  • Direkte Kundenkontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird vor Beginn der Arbeiten beim Kunden abgefragt, ob bei den geplanten Arbeiten absehbar ist, dass die erforderlichen Abstände eingehalten werden können.
  • Es werden Zuständigkeiten und Ansprechpartner vor Ort festgelegt.
  • Vor Ortsterminen mit Kundenkontakt wird zuvor abgeklärt,
    • ob sich dort Erkrankte oder infektionsverdächtige Personen befinden könnten und
    • ob eine Möglichkeit zum Händewaschen unter fließendem, warmem Wasser vorhanden ist.
    • Den Beschäftigten stehen die für ihre Arbeitsaufgaben erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie die erforderlichen Hygiene- und Hautmittel zur Verfügung.
  • Falls der Kunde erkrankt ist oder unter Quarantäne steht, wird geprüft, ob die Arbeit zeitlich verschoben werden kann.
  • Die Übergabe von Produkten beim Kunden muss kontaktlos erfolgen – keine Berührungen.
  • Auf Händeschütteln sowie möglichst auch auf die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen wird verzichtet. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Die Arbeitsabläufe beim Kunden dahingehend prüfen, ob vereinzeltes Arbeiten möglich ist (Hierzu auch die Anforderungen an Alleinarbeitsplätze prüfen.).
  • Arbeitswerkzeug ist jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt. Vor dem Weiterreichen wird das Werkzeug gereinigt, dafür werden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln, ist auf ausreichende Händehygiene zu achten. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Hinweis: Trotzdem kann das Mitführen von sauberen Papier-handtüchern und Seife sinnvoll sein.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Bei An- und Abfahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden.
  • Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam – gleichzeitig oder nacheinander – benutzt, möglichst beschränken, z. B. indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zugewiesen wird.
  • Möglichst kleine, feste Teams (z. B. 2 bis 3 Personen) vorsehen, um wechselnde Kontakte innerhalb der Betriebsangehörigen bei Fahrten zu Kunden zu reduzieren.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte wird möglichst vermieden.
  • Innenräume der Firmenfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere bei Nutzung durch mehrere Personen.
  • Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen, sich am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs die Hände zu waschen.
  • Die Beschäftigten sind in der Anwendung von Desinfektionsmittel unterwiesen.

Das Coronavirus setzt auch der Filmindustrie zu. Wie können aktuell Filme produziert werden, ohne die Beteiligten der Gefahr eine Infektion auszusetzen? Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat dazu Empfehlungen erarbeitet, die auf dem SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beruhen.

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Branchenspezifische Handlungshilfe "Filmproduktion"
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Auch Filmproduktionen müssen sich überlegen, wie ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen zwei Personen eingehalten werden kann. Dazu ist die Anzahl der in Räumen anwesenden Personen zu begrenzen bzw. die Raumgröße nach der Anzahl der erforderlichen Personen auszuwählen. Die Räume sind mehrmals täglich für mehrere Minuten zu lüften.

Kann das nicht realisiert werden, empfiehlt die BG ETEM, kleinere Teams zu bilden, die konstant zusammenarbeiten. Ein Wechsel innerhalb der Teams sollte vermieden werden. Die Bildung fester Teams ist einer Organisation mit hoher Personalfluktuation vorzuziehen. Darüber hinaus sollten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.

Allgemein ist die Anwesenheit von Personen am Set auf ein Minimum zu reduzieren. Die Kontaktdaten der Personen und die Zeitpunkte der An- und Abreise sind zu dokumentieren. Es muss sichergestellt werden, dass möglicherweise infizierte Personen und Personen mit den bekannten Symptomen, wie etwa Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber, Atembeschwerden das Set nicht betreten.

Für Kontrollen der Maßnahmen vor Ort ist jeweils eine Aufsicht führende Person von Unternehmerin oder Unternehmer zu bestellen und entsprechend zu unterweisen. Die Person sollte zur Kontrolle und Durchsetzung der Maßnahmen des SARS CoV 2-Arbeitsschutzstandards mit Weisungsbefugnis ausgestattet werden.

Die Empfehlung der BG ETEM geht auch detailliert auf die Organisation, die Unterweisung der Beschäftigten und weitere Bereiche der Filmproduktion ein, wie etwa Tontechnik, Maske oder Requisiten.

[Stand: 15.07.2020]

In den Unternehmensbereichen Forschung und Entwicklung kann ein Teil der Beschäftigten nicht im Homeoffice arbeiten. Die Bandbreite reicht von Einzelarbeitsplätzen z. B. zur Vormontage von Baugruppen bis hin zu Arbeitsplätzen an komplexen Prüfständen in Teamarbeit. Ein enger Kontakt zu Kollegen lässt sich bei vielen Tätigkeiten oftmals nicht vermeiden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion im Bereich Forschung und Entwicklung zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

Allgemein - Organisation

  • Alle Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu informieren.
    Tröpfcheninfektion: (Übertragung durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, die beim Husten, Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute von vornehmlich Nase und Mund aufgenommen werden können)
    Aerosole: (Übertragung durch in der Luft schwebende, nicht zu Boden sinkende sehr kleine Tröpfchen, die auch beim Sprechen freigesetzt werden können)
    Kontakt-, Schmierinfektion: (Übertragung durch kontaminierte Oberflächen z. B. nach Husten oder unsauberen Händen)
  • Die Beschäftigten sind im An- und Ablegen von Schutzkleidung und in der Anwendung von Desinfektionsmitteln geschult.
  • Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen berücksichtigen, ggf. Information in einfacher Sprache oder in Muttersprache.
  • Beschäftigte sind im Rahmen der Unterweisung auf gesundheitliche Risiken und Schutzmaßnahmen hinzuweisen (ggf. unter Mitwirkung des Betriebsarztes).
  • Wer krank ist, sollte sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies wird von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt.
  • An Empfangsbereichen/Theken sind Kunststoffscheiben angebracht oder abgehängte Folien installiert, um das Risiko einer Infektion durch Tröpfchen oder Aerosole zu senken.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/der Zeiterfassung nicht vermeidbar, sind Markierungen am Boden angebracht, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Der Laborbereich ist für Kunden und Besucher gesperrt.
  • Wenn Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmen und Gewerke zusammenarbeiten (Einsatz von Fremdfirmen im Betrieb), gelten die in dieser Gefährdungsbeurteilung festgelegten Maßnahmen für alle Beteiligten.
  • Kontakte zwischen Personen, insbesondere Betriebsfremden, werden dokumentiert, um ggf. Infektionsketten im Nachhinein nachvollziehen zu können.
  • Arbeitsbeginn, Schichtwechsel und Pausenzeiten sind versetzt organisiert. Schichtbetrieb ist so organisiert, dass möglichst immer die gleichen Personen zusammenarbeiten. Die Nutzung von Umkleiden wird so entzerrt, dass möglichst wenige Personen aufeinandertreffen.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang, am Ende der Arbeitsschicht sowie regelmäßig zwischendurch sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden).
  • In Kantinen, Sanitär- und Pausenräumen stehen Flüssigseife und Einmalhandtücher (Textil oder Papier) zur Verfügung. Die Reinigungsintervalle sind angepasst, Türklinken und Handläufe werden regelmäßig gereinigt/desinfiziert.
  • Pausen sind so organisiert, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann (Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten, Abstände von Tischen und Stühlen in Gemeinschaftsräumen).
  • In Kantinen ist ein ausreichender Abstand von Tischen/Stühlen eingehalten. Warteschlangen an Essensausgabe und Kasse sind organisatorisch vermieden; auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m wird durch Bodenmarkierungen hingewiesen.
  • Räume (insbesondere kleinere Räume) werden regelmäßig gründlich gelüftet, z. B. durch Öffnen von Türen und Fenstern für mindestens ca. 10 Minuten pro Stunde.

Labor- und Arbeitsbereich

  • Verkehrswege sind aufgeteilt/getrennt, so dass die Beschäftigten den Mindestabstand einhalten können. Ist dies nicht möglich, ggf. "Einbahnstraßensystem" organisieren.
  • Arbeiten sind so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Arbeitsabläufe sind so organisiert, dass die Beschäftigten den Mindestabstand einhalten können (Abstandsgebot einhalten).
  • Das Arbeiten im Team wird so weit wie möglich vermieden. Die Arbeit im Betrieb wird so umverteilt, dass Mitarbeiter, die in einem Bereich alleine arbeiten, auch für diese Arbeitsplätze Schutzmaßnahmen bzgl. Alleinarbeit festgelegt und durchgeführt werden (siehe www.bgetem.de, Webcode: 20752388).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams wird zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermieden.
  • Arbeitsbesprechungen vor Ort werden auf ein Mindestmaß reduziert; soweit möglich finden Klärungen telefonisch im Vorfeld statt.
  • Vor Beginn der Arbeiten wird geprüft, ob im Verlauf der Arbeiten der Mindestabstand von 1,5 m stets einzuhalten sein wird. Ist das nicht der Fall, wird bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.
  • Arbeitsmittel und Arbeitskleidung (z. B. Laborkittel) werden personenbezogen zur Verfügung gestellt und verwendet. Ist eine gemeinsame Nutzung unumgänglich, werden die Arbeitsmittel vor dem Weiterreichen gereinigt/desinfiziert. Dazu stehen z. B. viruzides flüssiges Desinfektionsmittel und Papiertücher oder vorzugsweise Reinigungstücher zur Verfügung.
  • Bei gemeinsam genutzten Arbeitsmitteln (z. B. Messeinrichtungen) wird auf ausreichende Händehygiene geachtet. Bei Bedarf werden die Arbeitsmittel vor dem Weiterreichen gereinigt/desinfiziert. Dazu stehen z. B. viruzides flüssiges Desinfektionsmittel und Papiertücher oder vorzugsweise Reinigungstücher zur Verfügung.
  • Büroarbeitsplätze werden so genutzt, dass der Mindestabstand eingehalten wird, ggf. Kunststoffscheiben oder abgehängte Folien installieren. In Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, können ergänzend Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) zur Verfügung gestellt und getragen werden.
  • An Werkzeug- oder Materialausgaben sind Kunststoffscheiben angebracht oder abgehängte Folien installiert, um das Risiko einer Infektion durch Tröpfchen oder Aerosole zu senken.
  • Sind Warteschlangen an Werkzeug- oder Materialausgaben nicht vermeidbar, sind Markierungen am Boden angebracht, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.

[Stand: 25.05.2020]

Fotografen/ Fotografinnen und Journalisten sind in Zeiten der Corona-Pandemie häufig vor Ort, um z. B. Berichte über die Situation zu verfassen oder Betroffene zu interviewen. Dabei ist bei vielen dieser Tätigkeiten der direkte Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen oder Dritten notwendig. Auch in Fotostudios, die häufig räumlich beengt sind, ist der Kundenkontakt gegeben, insbesondere bei der Porträtfotografie. Dabei werden häufig maskenbildnerische Tätigkeiten angeboten, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern naturgemäß unterschritten wird.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen, sondern sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen. Die Maßnahmen für Beschäftigte gelten genauso für selbständige Fotografen ohne Beschäftigte.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion - oder Schmierinfektion für Journalisten, Fotografen und Fotoassistenten bei Tätigkeiten im Betrieb oder vor Ort zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Coronavirus zu informieren. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion durch Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen verstehen die Informationen.
  • Den Beschäftigten wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten. Hinweis: Insbesondere wichtig für Beschäftigte, die unter chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems leiden. Alle Beschäftigten werden auf die Möglichkeit einer Wunschvorsorge hingewiesen (z. B. wenn Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen FFP2-Masken tragen sollen).

Kundenkontakt im Betrieb z. B. im Fotostudio oder in der Redaktion

  • Immer auf Einhaltung der Abstände zwischen Personen achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Es wurden Informationen zur allgemeinen Maskenpflicht im Handel und zu spezifischen Vorschriften für das Handwerk auf den Portalen der jeweiligen Bundesländer eingeholt.
  • Kontaktdauer mit Kunden auf ein Minimum begrenzen.
  • Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Betriebs sind möglichst zu dokumentieren.
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten verzichten.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/bei der Annahme nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Am Empfang Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Bei Fotoshootings oder längeren Interviews müssen die Kunden sich nach Betreten des Betriebs die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten mittels Stoß- oder Querlüftung falls keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist.
  • Damit Kunden ohne Mund-Nase-Bedeckungen fotografiert werden können, wird ein Abstand von 1,5 m zur nächsten Person eingehalten.
  • Maskenbildnerische Tätigkeiten bei der Porträtfotografie: Bei Gesichtsbehandlungen wie z. B. Schminken muss der Kunde sich vor der Behandlung das Gesicht selbst gründlich reinigen sowie die Haare aus dem Gesicht nach hinten fixieren, zum Beispiel mit einem Haarnetz, Haarband oder Haarreifen.
  • Für kurze Styling-Tätigkeiten (Haltungskorrektur, Kleidung zurechtrücken) sowie geringe Frisiertätigkeiten des Haars, bei denen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich. Zumindest müssen vom Kunden und dem Beschäftigten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.
  • Wenn der Kunde bei gesichtsnahen Dienstleistungen, wie Make-up, Rasur und Bartpflege, keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann, müssen Beschäftigte eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Masken, auch gleichwertige Masken mit der Bezeichnung N95 und KN95) tragen, ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild zum Schutz vor Kontaktinfektionen bei gesichtsnahen Tätigkeiten. Zum Schutz der Kunden dürfen Atemschutzmasken kein Ausatemventil enthalten.
  • Die Beschäftigten tragen verpflichtend Einmalschutzhandschuhe während aller Maskenbildnerischen Tätigkeiten.
  • Nach jedem Kunden und/oder dem Ablegen der Handschuhe sind die Hände zu desinfizieren oder zu waschen. Wegen der hohen Hautbelastung durch das vermehrte Tragen von flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen und intensivem Händedesinfizieren und -waschen muss verstärkt auf Hautschutz und Hautpflege geachtet werden. Händedesinfektion ist dem Händewaschen vorzuziehen, da es hautschonender ist. Das Händedesinfektionsmittel muss mindestens „begrenzt viruzid" sein.
  • Das gleichzeitige Bedienen mehrerer Kunden und Kundinnen von einer beschäftigten Person ist nur unter konsequenter Beachtung der Schutzmaßnahmen möglich:
    • gereinigte/desinfizierte bzw. unbenutzte Arbeitsmaterialien je Kunde oder Kundin verwenden
    • persönliche Hygiene, Händedesinfektion, Wechsel von Einmalschutzhandschuhen und Mund-Nasen-Bedeckung bzw. Atemschutzmasken beachten
  • Sämtliche Utensilien wie Pinsel, Nagellacke oder Kosmetika dürfen nicht durch Kunden oder Kundinnen genutzt werden.
  • Nach jeder Behandlung sind die Kontaktflächen sowie Arbeitsflächen, Liegen, Stühle und Ablagen mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger abzuwischen.
  • Im Anschluss an jede Behandlung müssen Umhänge, Handtücher, Laken und Decken gewechselt und bei mindestens 60° C mit Vollwaschmittel gewaschen werden.
  • Um den Abstand von 1,5 m beim Fotoshooting zu gewährleisten, Markierungen am Boden anbringen.
  • Gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) z. B. nach dem Kundenbesuch, vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.

Vor-Ort-Termine:

  • Kundenkontakte und Arbeitsbesprechungen werden möglichst telefonisch, über Videokonferenzen oder E­Mail und nicht vor Ort durchgeführt.
  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine werden wahrgenommen.
  • Direkte Kundenkontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird vor Beginn der Arbeiten beim Kunden abgefragt, ob bei den geplanten Arbeiten absehbar ist, dass die erforderlichen Abstände eingehalten werden können.
  • Es werden Zuständigkeiten und Ansprechpartner vor Ort fest­ gelegt.
  • Vor Ortsterminen mit Kundenkontakt wird zuvor abgeklärt,
    • ob sich dort Erkrankte oder infektionsverdächtige Personen befinden könnten und
    • ob eine Möglichkeit zum Händewaschen unter fließendem, warmem Wasser vorhanden ist.
    • Den Beschäftigten stehen die für ihre Arbeitsaufgaben erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie die erforderlichen Hygiene- und Hautmittel zur Verfügung.
  • Falls der Kunde erkrankt ist oder unter Quarantäne steht, wird geprüft, ob die Arbeit zeitlich verschoben werden kann.
  • Ist die Durchführung in einem Quarantänebereich unaufschiebbar, so ist vorher Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsbehörden aufzunehmen und die angeordneten Auflagen sind zu befolgen.
  • Bei Tätigkeiten im Quarantänebereich stehen Schutzbrille, Atemschutzmaske Klasse FFP 3, Einmal­Überkittel oder ­Schutzanzug und Latexhandschuhe zur Verfügung. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Händedesinfektion.
  • Die Beschäftigten sind im An­ und Ablegen von Schutzkleidung und in der Anwendung von Desinfektionsmittel geschult.
  • Auf Händeschütteln sowie möglichst auch auf die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen wird verzichtet. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen, sich am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs die Hände zu waschen.
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Für die An- und Abreise zu notwendigen Außendiensteinsätzen wird der Kontakt der Beschäftigten zu anderen Menschen minimiert. Hinweis: z. B. durch Meiden des ÖPNV oder durch Ausweichen auf Tages-Randzeiten. Weitere Möglichkeiten sind die Nutzung des PKW, des Fahrrads oder zu Fuß gehen.
  • Die Arbeitsabläufe beim Kunden dahingehend prüfen, ob vereinzeltes Arbeiten möglich ist (Hierzu auch die Anforderungen an Alleinarbeitsplätze prüfen.).
  • Bei An- und Abfahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden.
  • Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam – gleichzeitig oder nacheinander – benutzt, möglichst beschränken, z. B. indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zugewiesen wird.
  • Möglichst kleine, feste Teams (z. B. 2 bis 3 Personen) vorsehen, um wechselnde Kontakte innerhalb der Betriebsangehörigen bei Fahrten zu Kunden zu reduzieren.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte wird möglichst vermieden.
  • Innenräume der Firmenfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere bei Nutzung durch mehrere Personen.
  • Arbeitswerkzeug ist jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt. Vor dem Weiterreichen wird das Werkzeug gereinigt, dafür werden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln (z. B. Leitern), ist auf ausreichende Händehygiene zu achten. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Hinweis: Trotzdem kann das Mitführen von sauberen Papier-handtüchern und Seife sinnvoll sein.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.

[Stand: 28.05.2020]

Handwerker/innen im Kundendienst können in der Regel nicht oder nicht nur im Homeoffice arbeiten. Ein Kontakt zu Kundinnen und Kunden lässt sich bei vielen Arbeiten wie z. B. im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten, der Erweiterung oder der Erneuerung von Anlagen oder Betriebsmitteln oftmals nicht vermeiden.

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Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion beim Kundenkontakt - im Betrieb oder vor Ort - zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen verstehen die Informationen.
  • Den Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko z. B. durch Kundenkontakt ausgesetzt sind, wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.

Kundenkontakt im Betrieb

  • Kundenkontakte und Arbeitsbesprechungen werden möglichst telefonisch, über Videokonferenzen oder E­-Mail und nicht vor Ort durchgeführt.
  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine werden wahrgenommen.
  • Direkte Kundenkontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Kontaktdauer mit dem Kunden auf ein Minimum begrenzen.
  • Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Betriebs sind möglichst zu dokumentieren.
  • Sind Warteschlangen am Empfang nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 Meter zu gewährleisten.
  • Am Empfang Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Immer auf Einhaltung der Abstände zwischen Personen achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten verzichten.
  • Die Kunden sollen sich nach Betreten des Betriebs die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Ausreichend große Besprechungsräume wählen, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Regelmäßiges Lüften der Besprechungsräume während der Besprechungen mittels Stoß- oder Querlüftung, falls keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist.
  • Im Anschluss an jede Besprechung die Tische und Stühle sowie weitere Objekte, die vom Kunden berührt wurden, mit Wasser und einem handelsüblichen Reinigungsmittel reinigen oder desinfizieren.
  • Schutzkittel, die vom Kunden getragen wurden, müssen bei mindestens 60 °C mit Vollwaschmittel gewaschen werden.
  • Gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) nach dem Kundenbesuch, vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.

Kundenkontakt bei Vor-Ort-Terminen

  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine werden wahrgenommen.
  • Direkte Kundenkontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird vor Beginn der Arbeiten beim Kunden abgefragt, ob bei den geplanten Arbeiten absehbar ist, dass die erforderlichen Abstände eingehalten werden können.
  • Es werden Zuständigkeiten und Ansprechpartner vor Ort festgelegt.
  • Vor Ortsterminen mit Kundenkontakt wird zuvor abgeklärt,
    • ob sich dort Erkrankte oder infektionsverdächtige Personen befinden könnten und
    • ob eine Möglichkeit zum Händewaschen unter fließendem, warmem Wasser vorhanden ist.
    • Den Beschäftigten stehen die für ihre Arbeitsaufgaben erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie die erforderlichen Hygiene- und Hautmittel zur Verfügung.
  • Falls der Kunde erkrankt ist oder unter Quarantäne steht, wird geprüft, ob die Arbeit zeitlich verschoben werden kann.
  • Die Übergabe von Produkten beim Kunden muss kontaktlos erfolgen - keine Berührungen.
  • Auf Händeschütteln sowie möglichst auch auf die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen wird verzichtet. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Die Arbeitsabläufe beim Kunden dahingehend prüfen, ob vereinzeltes Arbeiten möglich ist (hierzu auch die Anforderungen an Alleinarbeitsplätze prüfen).
  • Arbeitswerkzeug ist jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt. Vor dem Weiterreichen wird das Werkzeug gereinigt, dafür werden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln ist auf ausreichende Händehygiene zu achten. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Hinweis: Trotzdem kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden). Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Bei An- und Abfahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden.
  • Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam - gleichzeitig oder nacheinander - benutzt, möglichst beschränken, z. B. indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zugewiesen wird.
  • Möglichst kleine, feste Teams (z. B. 2 bis 3 Personen) vorsehen, um wechselnde Kontakte innerhalb der Betriebsangehörigen bei Fahrten zu Kunden zu reduzieren.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte wird möglichst vermieden.
  • Innenräume der Firmenfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere bei Nutzung durch mehrere Personen.
  • Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen, sich am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs die Hände zu waschen.
  • Die Beschäftigten sind in der Anwendung von Desinfektionsmittel unterwiesen.

[Stand: 17.06.2020]

Bei der Kundenbetreuung im Ladengeschäft, bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Hörgeräten oder Otoplastiken sowie insbesondere beim Anpassen von Hörgeräten/Gehörschutzmitteln kann ein enger Kontakt zum Kunden bestehen. Ist eine direkte Berührung nicht auszuschließen, müssen mögliche Infektionsübertragungen in beide Richtungen (z. B. vom Mitarbeiter zum Kunden und umgekehrt) vermieden werden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Die grundlegenden persönlichen Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion werden unter "Allgemeine Präventionsmaßnahmen" beschrieben.

Je nach Ergebnis der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Soweit verfügbar, Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung tragen (Mitarbeiter und Kunden)
  • Von außen gut sichtbarer Hinweis zur Option einer telefonischen Terminvereinbarung (um ein ggf. erhöhtes Ansammeln von Menschen im Ladengeschäft zu vermeiden). Falls möglich, Online-Verkauf von Batterien, Reinigungszubehör etc. mit Postversand und/oder Botendienst einrichten.
  • Hinweise mit Informationen zum korrekten Verhalten der Kunden im Eingangsbereich anbringen, ggf. Bodenmarkierungen für Wartepositionen vorsehen.
  • Vorrangig Abstand halten, mindestens 1,5 m.
  • Direkten (< 1,5 m) oder ungeschützten Kontakt zu Personen mit erkennbaren Erkrankungssymptomen der Atemwege vermeiden (siehe tagesaktuelle Empfehlungen RKI).
  • Von außen gut sichtbaren Hinweis anbringen, dass Personen mit den bekannten Symptomen (Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber, Atembeschwerden) vor Betreten des Ladengeschäfts erst Rücksprache mit dem Ladenpersonal halten sollen.
  • Telefonische/elektronische Fernberatungsmöglichkeiten nutzen
  • Berühren des Gesichtes mit den Händen vermeiden
  • Vor und nach Kundenkontakten, Hände gründlich 30 Sekunden mit Seife waschen
  • Zum Abtrocknen Einmal-Papierhandtücher benutzen
  • Handdesinfektionsmittel mit mindestens "begrenzt viruzid" unter Beachtung der Herstellerangaben bedarfsgerecht einsetzen
  • Handdesinfektionsmittel möglichst im Spender zur Verfügung stellen.
  • Vom Kunden entgegengenommene Geräte/Utensilien (z. B. Hörgeräte, Otoplastiken, Ohrpassstücke, Schallschläuche) bei Bedarf desinfizieren. Flächendesinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" einsetzen, welches zudem die Oberflächen/Materialien der zu desinfizierenden Gegenstände nicht schädigt/angreift.
    Alternativ: UV-Desinfektion in einer Trockenbox. Wenn vorhanden und möglich, kann die UV-Desinfektion ggf. auch vom Kunden durchgeführt werden.
  • Bei direktem Kundenkontakt Einmalschutzhandschuhe benutzen (z. B. gemäß DIN EN ISO 374-5) und nach Gebrauch fachkundig im dafür vorgesehenen Mülleimer entsorgen.
  • Nach der Arbeit Hautpflege vornehmen (häufiges Händewaschen und Desinfizieren trocknet die Haut aus).
  • Mehrmals am Tag die Kunden- und Aufenthaltsräume mehrere Minuten lüften
  • Betriebsärztliche Beratung zum betriebsspezifischen Gesundheits- und Infektionsschutz einholen

[Stand: 15.07.2020]

Das Coronavirus setzt auch den Kinobetrieben zu. Wie können Filme aktuell öffentlich vorgeführt werden, ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gefahr einer Infektion auszusetzen? Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat dazu Empfehlungen erarbeitet, die auf dem SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beruhen.

Der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung kommt in Zeiten von Corona besondere Bedeutung zu. Die Unternehmen müssen deshalb entsprechend der allgemeinen Gefährdungslage ein wirksames Hygienekonzept zur Eindämmung des Virus erarbeiten. Ziel muss es sein, Beschäftigte vor Ansteckung zu schützen und eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Es müssen folgende wirksame Maßnahmen zur Minderung einer Infektionsgefahr beachtet werden:

  • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
  • Begrüßung ohne Körperkontakt,
  • Husten und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

Neben diesen allgemeinen Regeln müssen die Unternehmen auch darüber hinausgehende spezifische betriebliche Anforderungen in dem Hygienekonzept berücksichtigen und zur bestehenden Gefährdungsbeurteilung ergänzen.

Organisation

  • An den Eingangstüren gut sichtbare Hinweise anbringen, dass Personen mit Covid-19-typischen Symptomen (Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber, Atembeschwerden) das Kino nicht betreten dürfen. Zusätzlich im Internet darauf hinweisen.
    Hinweis: Für den Fall, dass Personen mit Symptomen dennoch das Kino betreten, muss eine Regelung getroffen sein, wie die Mitarbeiter sich zu verhalten haben. Die Mitarbeiter sind darüber zu unterweisen.
  • Desinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" in einem Spender im Eingangsbereichs des Kinos bereitstellen und Hinweisschild mit Anwendungserklärung anbringen.
  • Über allgemeine Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen z. B. durch Aushänge informieren.
    Hinweis: Plakat allgemeine Schutzmaßnahmen (Bestellnummer P COR1) sollte ausgehangen werden.
  • Allen Mitarbeitern eine ausreichende Anzahl an Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung stellen.
  • Eintrittskarten möglichst online verkaufen. Bereits auf der Internetseite darauf hinweisen.
  • Durch Zugangskontrollen sicherstellen, dass sich in den Räumlichkeiten, z. B. im Foyer, nur so viele Kunden aufhalten, dass die Mindestabstände eingehalten werden.
  • Farbige Bodenmarkierungen vor den Bedientheken anbringen, um die Kunden auf den einzuhaltenden Abstand hinzuweisen.
  • Organisieren, wie die Kontrolle erfolgt, dass Kunden und Mitarbeiter die Maßnahmen befolgen.
  • Ticketkontrollen kontaktlos durchführen (z. B. Ticketabreißen entfällt).
  • Alle Räume, vor allem Säle, Sanitärräume und Foyerbereich mehrmals am Tag für mehrere Minuten lüften.
  • Türen, z. B. zu Sanitärräumen und im Eingangsbereich, sollten, wenn möglich offenbleiben.
  • Oberflächen wie z. B. Verkaufstische und Türgriffe regelmäßig reinigen oder desinfizieren.
  • Desinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" einsetzen.
  • Mitarbeiter an Bedientheken und Kassierplätzen durch Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien schützen.
  • Oberflächen, wie z. B. Kassentisch, Tastatur, Touchbildschirm und Kartenlesegeräte, regelmäßig reinigen oder desinfizieren.
  • Für Mitarbeiter und Kunden separate Sanitärräume zur Verfügung stellen.
  • Tische und Sitzgelegenheiten im Pausenraum so anordnen, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • In Sanitär- und Sozialräumen regelmäßig die Oberflächen desinfizieren oder reinigen.
  • Ausreichend Flüssigseife und Einmalhandtücher (Textil oder Papier) zur Verfügung stellen. Händewaschregeln aushängen.

Unterweisung der Beschäftigten

  • Alle Beschäftigten über die Gefährdungen durch das Coronavirus und Maßnahmen zu deren Minimierung unterweisen.
    Hinweis: Das Plakat "Handhygiene" (Bestellnummer S040) kann verwendet werden.
  • Alle Beschäftigten wissen, wann sie
    • bei welchen Symptomen (Fieber, Husten, Schnupfen sowie beim Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn) einen Arzt telefonisch kontaktieren müssen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten und sich beim Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter melden müssen.
  • Die Beschäftigten sind angewiesen, die gebotenen Schutzmaßnahmen umzusetzen.
  • Beschäftigte sind im Rahmen der Unterweisung auf gesundheitliche Risiken und Schutzmaßnahmen hinzuweisen (ggf. unter Mitwirkung des Betriebsarztes).

[Stand: 15.04.2020]

In Kfz-Elektrik-Werkstätten arbeiten häufig mehrere Beschäftigte unter beengten Platzverhältnissen zusammen und haben Kundenkontakt. Das birgt ein erhöhtes Risiko, auch für die gegenseitige Ansteckung mit dem Coronavirus. Grundsätzlich gelten auf dem Betriebsgelände die gleichen Regelungen wie im öffentlichen Raum, d.h. es ist auf ausreichend Abstand zu achten und die bekannten Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 (Coronavirus) in Kfz-Elektrik-Werkstätten zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Werkstattbereich für Kunden sperren.
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen wo ein Kontakt zu anderen Personen weitestgehend ausgeschlossen werden kann.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben. Beschäftigte mit Atemwegssymptomen: siehe Verhalten im Krankheitsfall.
  • Direkte Kontakte auf ein Mindestmaß reduzieren. Bei der Fahrzeugübergabe ist darauf zu achten, einen Abstand von mindestens 1,5 m zwischen dem Kunden und den Beschäftigten einzuhalten.
  • Am Empfang, an Theken für die Übergabe der Fahrzeugpapiere oder für die Warenausgabe, Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen am Empfang/bei der Annahme nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Fahrzeug vor der Übernahme gründlich lüften, z. B. durch Öffnen der Türen, des Kofferraums und ggfs. des Dachverdecks.
  • Bei Reparaturen Schutzfolien für Lenkrad, Schalthebel und Sitze einsetzen.
  • Bei einer Fahrzeugaufbereitung (z. B. im Rahmen einer Übernahme von Leasing-Fahrzeugen, Leihwagen, Jahres- und Vorführwagen) die Oberflächen wie Lenkrad, Armaturenbrett, Schalthebel, Lenksäulenhebel oder Türgriffe mit handelsüblichem Reiniger abwischen. Ein Einsatz von Desinfektionsmittel ist nicht zwingend erforderlich. Hierbei ist zu beachten:
    • Einmalhandschuhe, bei mechanisch stärkeren Belastungen, reißfeste Schutzhandschuhe tragen (auch mit Handschuhen nicht ins Gesicht fassen!).
    • Wischreinigung durchführen (Reiniger nur aufzusprühen und einwirken lassen ist weniger effektiv).
    • Tücher nur einmal verwenden und anschließend entsorgen.
    • Arbeitswerkzeug einer Person zuteilen oder das Arbeitswerkzeug vor dem Weiterreichen mit handelsüblichen Reinigern und Einmalhandtüchern reinigen; keine Mehrfachverwendung von Tüchern/Lappen.
  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe anpassen und Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter). Bei unvermeidlicher Unterschreitung des Mindestabstands ist von allen beteiligten Beschäftigten Mund-/Nasenschutz zu tragen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Pflegemittel für die Hände vorhanden sein. Nach der Arbeit Hautpflege vornehmen (häufiges Händewaschen und Desinfizieren trocknet die Haut aus).
  • Sanitäre Anlagen regelmäßig gründlich reinigen.
  • Soweit verfügbar, Mund-Nasen-Schutz tragen (schützt einen selber und die Kollegen).
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.


Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte folgende Informationen enthalten:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 Meter Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen.
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • Körperkontakt,
    • Nähe zu anderen Menschen.
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren müssen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten und sich beim Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter melden müssen, um Maßnahmen abzustimmen.
  • Beschäftigten anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

In Print- und Copy-Shops werden Kunden eine Vielzahl unterschiedlicher Dienstleistungen angeboten, wie z. B. Kopierarbeiten, Weiterverarbeitung von Drucksachen und Digitaldrucke auf eine Vielzahl von Materialien. Häufig sind die Betriebe räumlich beengt, insbesondere was den für den Kunden zugänglichen Bereich anbelangt.

[Stand: 19.05.2020]

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfcheninfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen wie z. B. von Kopierern über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Zum Download

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion für Print und Copy-Shops beim Kundenkontakt zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfcheninfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Es ist sichergestellt, dass auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen die Informationen verstehen.
  • Den Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko z. B. durch Kundenkontakt ausgesetzt sind, wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.
  • Es werden Informationen zur allgemeinen Maskenpflicht im Handel und zu spezifischen Vorschriften für das Handwerk auf den Portalen der jeweiligen Bundesländer eingeholt.

Kundenkontakt im Betrieb

  • Betriebe sollten prüfen, ob sie ihre Onlineangebote erweitern können, um Kundenbesuche zu reduzieren.
  • Kundinnen und Kunden bitten, alle Arten von Aufträgen möglichst per E-Mail einzureichen.
  • Kopierarbeiten nur in Ausnahmefällen den Kunden durchführen lassen; bevorzugt sollten dies die Mitarbeiter tun.
  • Produkte nicht durch den Kunden abholen lassen, sondern bevorzugt z. B. per Paketdienst zustellen.
  • Nur wenige Kunden gleichzeitig in den Betrieb einlassen, dabei immer auf Einhaltung der Abstände achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen verzichten.
  • Um Warteschlangen zu vermeiden, möglichst nur mit fest vergebenen Terminen arbeiten.
  • Sind Warteschlangen bei der Annahme nicht zu vermeiden, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Am Empfang Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Häufiges Lüften der betrieblichen Räumlichkeiten mittels Stoß- oder Querlüftung falls keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist.
  • Oberflächen, mit denen Kunden in Kontakt waren, danach reinigen.
  • Es werden regelmäßig gründlich die Hände gewaschen (mindestens 20 Sekunden) z. B. nach dem Kundenbesuch, vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.

[Stand: 17.07.2020]

In den Unternehmensbereichen Produktion und Instandhaltung kann ein Großteil der Beschäftigten nicht im Homeoffice arbeiten. Ein enger Kontakt zu Kollegen lässt sich bei vielen Tätigkeiten oftmals nicht vermeiden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion im Bereich Produktion und Instandhaltung zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

Allgemein - Organisation

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Coronavirus zu informieren. Diese sind:
    Tröpfcheninfektion: (Übertragung durch Tröpfchen, die beim Husten, Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute von vornehmlich Nase und Mund aufgenommen werden können)
    Aerosole: (Übertragung durch in der Luft schwebende, nicht zu Boden sinkende sehr kleine Tröpfchen, die auch beim Sprechen freigesetzt werden können)
    Kontakt-, Schmierinfektion: (Übertragung durch kontaminierte Oberflächen z.B. nach Husten oder unsauberen Händen)
  • Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen berücksichtigen, ggf. Information in einfacher Sprache oder in Muttersprache.
  • Für jeden Mitarbeitenden steht eine persönliche Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung (z. B. Schutzbrille, Gehörschutz, säurebeständige Kleidung wie Kittel, Handschuhe, Gesichtsschutz, Schürze, Stiefel, Atemschutz etc.) zur Verfügung, die auch nur von dieser einen Person nur genutzt wird.
  • Räume (insbesondere kleinere Räume) werden regelmäßig gründlich gelüftet, z.B. durch Öffnen von Türen und Fenstern.
  • Arbeiten sind so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams wird zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermieden.
  • Vor Beginn der Arbeiten wird geprüft, ob im Verlauf der Arbeiten der Mindestabstand von 1,5 m stets einzuhalten sein wird. Ist das nicht der Fall, wird bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.
  • Beschäftigte sind im Rahmen der Unterweisung auf gesundheitliche Risiken und Schutzmaßnahmen hinzuweisen (ggf. unter Mitwirkung des Betriebsarztes).
  • Die Beschäftigten sind im An­- und Ablegen von Schutzkleidung und in der Anwendung von Desinfektionsmittel geschult.
  • An Empfangsbereichen/Theken sind Kunststoffscheiben angebracht oder abgehängte Folien installiert, um das Risiko einer Infektion (Tröpfchen/Aerosole) zu senken.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/der Zeiterfassung nicht vermeidbar, sind Markierungen am Boden angebracht, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Der Produktions- und Werkstattbereich ist für Kunden und Besucher gesperrt.
  • Wenn Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmen und Gewerke zusammenarbeiten (Einsatz von Fremdfirmen im Betrieb), gelten die in dieser Gefährdungsbeurteilung festgelegten Maßnahmen für alle Beteiligten.
  • Kontakte zwischen Personen, insbesondere Betriebsfremden, werden dokumentiert, um ggf. Infektionsketten im Nachhinein nachvollziehen zu können.
  • Arbeitsbeginn, Schichtwechsel und Pausenzeiten sind versetzt organisiert.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, z. B. vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang, am Ende der Arbeitsschicht sowie regelmäßig zwischendurch sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden).
  • In Sanitäreinrichtungen und Gemeinschafträumen stehen Flüssigseife und Einmalhandtücher (Textil oder Papier) zur Verfügung. Die Reinigungsintervalle sind angepasst, Türklinken und Handläufe werden regelmäßig gereinigt/desinfiziert.
  • Pausen sind so organisiert, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann (Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten, Abstände von Tischen und Stühlen in Gemeinschaftsräumen).
  • In Kantinen ist ein ausreichender Abstand von Tischen/Stühlen eingehalten. Warteschlangen an Essensausgabe und Kasse sind organisatorisch vermieden; auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m wird durch Bodenmarkierungen hingewiesen.

Produktion

  • Verkehrswege sind aufgeteilt/getrennt, so dass die Beschäftigten den Mindestabstand einhalten können. Ist dies nicht möglich, ggf. "Einbahnstraßensystem" organisieren.
  • Arbeitsabläufe sind so organisiert, dass die Beschäftigten sich möglichst wenig begegnen (Abstandsgebot einhalten). Ist dies nicht möglich, ggf. "Einbahnstraßensystem" organisieren.
  • Arbeiten sind so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Das Arbeiten im Team wird so weit wie möglich vermieden. Die Arbeit im Betrieb wird so umverteilt, dass Mitarbeiter in einem Bereich alleine arbeiten. Für diese Arbeitsplätze werden Schutzmaßnahmen bzgl. Alleinarbeit festgelegt und durchgeführt (siehe www.bgetem.de, Webcode: 20752388).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams wird zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermieden.

Rüsten/Reinigen und Instandhaltung

  • Nur absolut unverzichtbare vor-Ort-Termine werden wahrgenommen (Störungsbeseitigung, dringende Reparaturen). Geplante Reparaturen und regelmäßige Wartungen werden in die Nebenzeiten verlegt (Wochenende, nach Schichtende der Produktion).
  • Arbeitsbesprechungen vor Ort werden auf ein Mindestmaß reduziert; soweit möglich finden Klärungen telefonisch im Vorfeld statt.
  • Das Arbeiten im Team wird so weit wie möglich vermieden. Die Arbeit im Betrieb so umverteilt, dass Mitarbeiter in einem Bereich alleine arbeiten. Für diese Arbeitsplätze werden Schutzmaßnahmen bzgl. Alleinarbeit festgelegt und durchgeführt (siehe www.bgetem.de, Webcode: 20752388).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams wird zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermieden.
  • Arbeiten sind so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Vor Beginn der Arbeiten wird geprüft, ob im Verlauf der Arbeiten der Mindestabstand von 1,5 m stets einzuhalten sein wird. Ist das nicht der Fall, wird bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.
  • Werkzeug ist nach Möglichkeit jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt.
  • Bei gemeinsam genutzten Arbeitsmitteln (z. B. Leitern) wird auf ausreichende Händehygiene geachtet.
  • Ist eine gemeinsame Nutzung unumgänglich, werden die Werkzeuge vor dem Weiterreichen gereinigt/desinfiziert. Dazu stehen z. B. viruzides flüssiges Desinfektionsmittel und Papiertücher oder Reinigungstücher zur Verfügung.
  • An Werkzeug- oder Materialausgaben sind Kunststoffglasscheiben angebracht oder abgehängte Folien installiert, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Sind Warteschlangen an Werkzeug- oder Materialausgaben nicht vermeidbar, sind Markierungen am Boden angebracht, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.

Im Bereich der Druck- und Medienvorstufe und bei Tätigkeiten in Verlagen von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, Software etc. können viele Tätigkeiten an einem Büroarbeitsplatz durchgeführt werden. So besteht, je nach Arbeitsaufgabe und Arbeitsorganisation, für viele Beschäftigte die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Jedoch ist dies nicht immer umsetzbar. Sobald Personen aufeinandertreffen, müssen Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen werden.

[Stand: 19.05.2020]

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfcheninfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion für Beschäftigte der Druck- und Medienvorstufe und in Verlagen zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

Allgemein – Organisation

  • Die Beschäftigten werden über die Infektionswege mit dem Corona-Virus informiert. Diese sind: Tröpfcheninfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden). Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern sollte grundsätzlich auch bei der Arbeit eingehalten werden - in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen! In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen. In Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, können Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) zur Verfügung gestellt und getragen werden.
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen wo Tätigkeiten organisiert werden können, die einen sicheren Abstand gewährleisten.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies wird von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt. Beschäftigte mit Atemwegssymptomen: siehe Verhalten im Krankheitsfall.
  • Den Beschäftigten wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.
  • An Empfangsbereichen/Theken Kunststoffscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/der Zeiterfassung nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Sind Fremdfirmen im Unternehmen tätig, z. B. zur Entsorgung von Prozesschemikalien aus dem Plattenbelichter, gelten die festgelegten Maßnahmen für alle Beteiligten.
  • Kontakte zwischen Personen, insbesondere Betriebsfremden dokumentieren, um ggf. Infektionsketten im Nachhinein nachvollziehen zu können.
  • Arbeitsbeginn und Pausenzeiten versetzt organisieren.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden), z. B. vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende der Arbeitsschicht.
  • Die Beschäftigten sind zu den Themen Hygiene und in der Anwendung von Desinfektionsmittel zu schulen.
  • Die Reinigungsintervalle anpassen, z. B. Türklinken und Handläufe regelmäßig reinigen/desinfizieren.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann (z. B. Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten, Abstände von Tischen und Stühlen in Gemeinschaftsräumen).
  • In Kantinen wird ein ausreichender Abstand von Tischen/Stühlen eingehalten. Warteschlangen an der Essensausgabe und der Kasse organisatorisch vermeiden; auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern wird z. B. durch Bodenmarkierungen hingewiesen.
  • Räume (insbesondere kleinere Räume) regelmäßig gründlich lüften.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Büroarbeitsplätze so nutzen, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann, ggf. Kunststoffscheiben oder abgehängte Folien installieren. In Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, können Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) zur Verfügung gestellt und getragen werden.
  • Absprachen z. B. zu Druckvorlagen oder Manuskripten mit Werbeagenturen, Verlagen, Autoren oder sonstigen Teilnehmern bevorzugt telefonisch oder per Videokonferenz durchführen. Kann auf Anwesenheit mehrerer Personen vor Ort nicht verzichtet werden, werden die Mindestabstände eingehalten.
  • Personalwechsel innerhalb Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Arbeitsmittel personenbezogen zur Verfügung stellen. Bei Nutzung von Arbeitsmitteln und Geräten mit wechselnder Nutzung (PC, Drucker, Handwerkzeuge, Kaffeemaschinen usw.) auf ausreichende Handhygiene achten. Ebenso werden Arbeitsmittel und Geräte regelmäßig gereinigt.

[Stand: 15.07.2020]

Für Beschäftigte aus dem Bereich Verkaufsräume gibt es keine Möglichkeit, die Tätigkeiten im Homeoffice durchzuführen. Ein enger Kontakt zum Kunden lässt sich bei vielen Tätigkeiten, wie bei der Reparaturannahme, der Beratung und dem Bezahlvorgang nicht vermeiden.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion im Bereich Verkaufsräume zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Coronavirus SARS-CoV- zu informieren.
    Tröpfcheninfektion: (Übertragung durch Tröpfchen, die beim Husten, Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute von vornehmlich Nase und Mund aufgenommen werden können)
    Aerosole: (Übertragung durch in der Luft schwebende, nicht zu Boden sinkende sehr kleine Tröpfchen, die auch beim Sprechen freigesetzt werden können)
    Kontakt-, Schmierinfektion: (Übertragung durch kontaminierte Oberflächen z. B. nach Husten oder unsauberen Händen)
    Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen berücksichtigen, ggf. Information in einfacher Sprache oder in Muttersprache.
  • Beschäftigte sind im Rahmen der Unterweisung auf gesundheitliche Risiken und Schutzmaßnahmen hinzuweisen (ggf. unter Mitwirkung des Betriebsarztes).
  • Besonders bei Personen mit Atemwegssymptomen Abstandsregel und Mund-Nasenbedeckung beachten! Zutritt und Beratung ggf. durch Personal regeln (Hinweis auf ärztliche Beratung). Kontaktzeit (Beratung) so kurz wie nötig halten.
  • Verkaufsräume (insbesondere kleinere Räume) regelmäßig mit Frischluft lüften, z. B. durch Öffnen von Türen und Fenstern. Während oder nach Kundenkontakt, sonst mindestens pro Stunde für etwa 10 Minuten.
  • Um Mitarbeiter- oder Kundenansammlung im (Verkaufs-)Raum zu vermeiden, sollte über die Möglichkeit der telefonischen oder elektronischen Terminvereinbarung informiert werden (ggf. Aushang, Info über Intranet, Internet).
  • In Verkaufsräumen dürfen nur so viele Kunden anwesend sein, dass die Mindestabstände von 1,5 m eingehalten werden können. Ggf. Organisation des Zugangs. (Nach Möglichkeit sollen Ein- und Ausgänge getrennt eingerichtet werden (Einbahnstraßenverfahren).
  • Den Mitarbeitern stehen Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung, die getragen werden. Information der Mitarbeiter über Wechsel der MNB z. B. bei Durchfeuchtung und ggf. Reinigung der Stoffbedeckungen
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Desinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" einsetzen.
  • Oberflächen wie z. B. Verkaufstische und Türgriffe regelmäßig reinigen oder desinfizieren.
  • Desinfektionsmittel mit mindestens nachgewiesener Wirksamkeit "begrenzt viruzid" in einem Spender im Eingangsbereich des Verkaufsraums bereitstellen.
  • Mitarbeiter an Bedientheken durch Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien vor Infektion mit Tröpfchen oder Aerosole schützen.
  • Farbige Bodenmarkierungen im Laden, z. B. vor den Bedientheken anbringen, um die Kunden auf den einzuhaltenden Abstand hinzuweisen.
  • An Kassierplätzen den Mindestabstand einhalten. Ggf. ist der Kassierplatz durch durchsichtige, stabile Trennscheiben zu schützen.
  • Waren auf der Theke abgelegen, damit kein direkter Kontakt zum Kunden besteht.
  • Oberflächen wie z. B. Kassentisch, Tastatur, Touchbildschirm und Kartenlesegeräte regelmäßig reinigen oder desinfizieren.
  • Waren die evtl. kontaminiert wurden, sowie Reparaturannahmen, zuerst reinigen oder desinfizieren.
  • Für Kleidungsstücke, die über den Kopf angezogen werden, das Anprobieren unterlassen.
  • Tische und Sitzgelegenheiten im Pausenraum so anordnen, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Sanitär- und Sozialräume für Mitarbeiter sowie Kunden/Lieferanten getrennt zur Verfügung stellen.
  • Sanitär- und Sozialräume nach jeder Benutzung für mehrere Minuten durchlüften. Ggf. muss die Funktionsfähigkeit der Lüftungsgeräte überprüft werden.
  • In Sanitär- und Sozialräumen regelmäßig die Oberflächen desinfizieren oder reinigen.
  • Ausreichend Flüssigseife und Einmalhandtücher (Textil oder Papier) zur Verfügung stellen. Händewaschregeln aushängen.
  • Bei der Warenannahme von Lieferanten soll möglichst eine kontaktlose Empfangsbestätigung realisiert werden. Falls doch eine Unterschrift erforderlich ist, möglichst eigenen Stift verwenden.

[Stand: 20.05.2020]

Eine ganze Reihe von Verlagen, die spezielle Druckprodukte herstellen wie Grußkarten, Geschenkpapiere, -bänder und -verpackungen und vieles andere mehr, haben für ihre Produkte auch einen eigenen Vertriebsweg aufgebaut. Die Verlage beschäftigen hierfür Außendienstmitarbeiter, auch Service Merchandiser genannt. Diese besuchen u. a. Supermärkte und Schreibwarenläden in denen die Produkte angeboten werden. Während dieser Besuche werden der Lagerbestand der Produkte kontrolliert, neue Bestellungen ausgelöst und die Regale/Aufsteller bestückt. Dabei ist der direkte Kontakt mit Mitarbeitern des Kunden notwendig; auch der Kontakt mit Besuchern der Märkte ist möglich.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfcheninfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen wie Regalflächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion für die Außendienstmitarbeiter derartiger Verlage zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Mitarbeiter sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfcheninfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Es ist sichergestellt, dass auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen diese Informationen verstehen.
  • Da die Beschäftigten einem erhöhten Infektionsrisiko z. B. durch Kundenkontakt ausgesetzt sind, wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.

Kundenkontakt bei Vor-Ort-Terminen

  • Zuständigkeiten und Ansprechpersonen in der Filiale vorher telefonisch erfragen.
  • Vor Ortsterminen mit Kundenkontakt wird zuvor abgeklärt,
    • ob sich dort Erkrankte oder infektionsverdächtige Personen befinden könnten und
    • ob eine Möglichkeit zum Händewaschen unter fließendem, warmem Wasser vorhanden ist.
    • Den Beschäftigten stehen die für ihre Arbeitsaufgaben erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie die erforderlichen Hygiene- und Hautmittel zur Verfügung.
    • Die Beschäftigten sind in der korrekten Anwendung von Desinfektionsmitteln unterwiesen.
  • Direkte Kundenkontakte – auch zu den Besuchern der Filialen – auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Bestellungen verzichten.
  • Arbeiten werden so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Falls dies nicht möglich ist, werden die Arbeiten so organisiert, dass in kleineren Räumen möglichst der Arbeitsbereich von den Kunden abgetrennt ist.
  • Schmierinfektionen können grundsätzlich über das Berühren von kontaminierten Oberflächen auftreten. Daher ist Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt. Vor dem Weiterreichen wird das Werkzeug gereinigt, dafür werden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Bei zu bestückenden Regalflächen kann eine Reinigung mit Wasser und Seife oder aber mit einem Flächendesinfektionsmitteln Abhilfe schaffen.
  • Eine weitere Möglichkeit, Schmierinfektionen zu vermeiden, stellt das Tragen von Einmalhandschuhen dar, da man es üblicherweise vermeidet, sich mit Handschuhen in das Gesicht zu fassen. Falls Einmalhandschuhe eingesetzt werden, müssen die Beschäftigten insbesondere in dem korrekten Ausziehen von kontaminierten Handschuhen unterwiesen sein.
  • Gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) z. B. vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.
  • Die Mitarbeiter sind angehalten, sich am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs die Hände zu waschen.
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Hinweis: Trotzdem kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein.
  • Innenräume der Firmenfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen.

 

[Stand: 14.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Wäsche aus Gewerbe, privaten Haushalten usw.

  • Als Wäscherei müssen Sie nicht mit der Abgabe infektiöser Wäsche durch Ihre Kunden rechnen. Diese fällt nur in entsprechenden Abteilungen von Krankenhäusern und Kliniken an.
  • Bei der Annahme von feuchter oder nasser Wäsche ist unbedingt die Vermeidung der Aerosolbildung zu gewährleisten. Besonders, wenn die Benetzung auf Körpersekrete zurückzuführen ist. Besser vermeidet man die Annahme feuchter Wäsche.
  • Empfehlung des RKI: Das Waschen sollte bei mindestens 60° C erfolgen. Eine ausreichende Trocknung der Wäsche ist notwendig.
  • Generell gilt, immer auf eine ausreichende Handhygiene zu achten.
  • Beachten Sie den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und die Hygienevorschriften des Bundeslandes.
  • Die Bearbeitung von Wäsche aus dem Gesundheitsdienst erfordert weiterreichende Standards in Bereichen des Arbeitsschutzes und der Wäschehygiene.

Wäsche aus Pflegeeinrichtungen, Krankenstationen usw.

Wenden Sie die Maßnahmen der DGUV Information 203-084 "Umgang mit Wäsche aus Bereichen mit erhöhter Infektionsgefährdung" konsequent an. Dies schützt beim Umgang mit infektionsverdächtiger Wäsche (aus Pflegeeinrichtungen, Krankenstationen etc.) nicht nur vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus, sondern auch vor weiteren Infektionskrankheiten.

 

[Stand: 25.05.2020]

Werbetechnikunternehmen entwerfen und stellen Werbeträger her, wie z. B. Schilder und Beschriftungen an Fassaden, Schaufenstern und Kraftfahrzeugen. Kundengespräche vor Ort bei der Planung und Objektbesichtigung sowie bei der anschließenden Montage der Werbeträger sind unverzichtbar.

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen wie Werkzeuge usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Zum Download

Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion für die Beschäftigten in Unternehmen der Werbetechnik u. a. bei der Planung vor Ort, auf Montagestellen sowie bei der Annahme von Werbeträgern wie z. B. Kraftfahrzeugen zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen verstehen die Informationen.
  • Den Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko z. B. durch Kundenkontakt ausgesetzt sind, wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten, insbesondere, wenn chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems vorliegen.

Kundenkontakt im Betrieb z. B. bei der Annahme von Werbeträgern wie Fahrzeuge

  • Informationen zur allgemeinen Maskenpflicht im Handel und zu spezifischen Vorschriften für das Handwerk auf den Portalen der jeweiligen Bundesländer einholen.
  • Kontaktdauer mit dem Kunden auf ein Minimum begrenzen.
  • Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Betriebsgeländes sind möglichst zu dokumentieren.
  • Sind Warteschlangen am Empfang/bei der Annahme nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Am Empfang Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um das Risiko einer Keimübertragung durch hochinfektiöse Personen zu senken.
  • Immer auf Einhaltung der Abstände zwischen Personen achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten verzichten.
  • Regelmäßiges Lüften des Empfangsbereichs mittels Stoß- oder Querlüftung falls keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist.
  • Produktionsbereich für Kunden sperren.
  • Gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) z. B. nach dem Kundenbesuch, vor der Nahrungsaufnahme und vor/nach dem Toilettengang.
  • Oberflächen, mit denen Kunden in Kontakt waren, werden danach gereinigt
  • Arbeiten im Team soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe anpassen. Arbeiten mit Unterschreitung des Mindestabstands auf ein Minimum begrenzen.
  • Werbeträger, die vom Kunden zur Verfügung gestellt werden, vor Arbeitsbeginn gründlich reinigen.
  • Die Werbeträgerübergabe sollte möglichst kontaktlos erfolgen. Es wird darauf geachtet, einen Abstand von mindestens 1,5 m zwischen dem Kunden und den Beschäftigten einzuhalten. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Bei Fahrzeugen als Werbeträger: Fahrzeug nach der Übernahme gründlich lüften, z. B. durch Öffnen der Türen, des Kofferraums und ggfs. des Dachverdecks.
  • Oberflächen des Fahrzeugs reinigen; Schutzfolien zur Kontaktvermeidung für Lenkrad, Schalthebel und Sitze einsetzen.

Kundenkontakt bei Vor-Ort-Terminen

  • Nur absolut unverzichtbare Vor-Ort-Termine wahrnehmen.
  • Kundenkontakte und Arbeitsbesprechungen möglichst telefonisch, über Videokonferenzen oder E-Mail und nicht vor Ort durchführen.
  • Vor Ortsterminen mit Kundenkontakt wird zuvor abgeklärt,
    • ob sich dort Erkrankte oder infektionsverdächtige Personen befinden könnten und
    • ob eine Möglichkeit zum Händewaschen unter fließendem, warmem Wasser vorhanden ist.
    • Den Beschäftigten stehen die für ihre Arbeitsaufgaben erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie die erforderlichen Hygiene- und Hautmittel zur Verfügung.
  • Falls der Kunde erkrankt ist oder unter Quarantäne steht, wird geprüft, ob die Arbeit zeitlich verschoben werden kann.
  • Ist die Durchführung in einem Quarantänebereich unaufschiebbar, so ist vorher Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsbehörden aufzunehmen und die angeordneten Auflagen sind zu befolgen.
  • Bei Tätigkeiten im Quarantänebereich stehen Schutzbrille, Atemschutzmaske Klasse FFP 3, Einmal­Überkittel oder ­Schutzanzug und Latexhandschuhe zur Verfügung. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Händedesinfektion.
  • Die Beschäftigten sind im An­ und Ablegen von Schutzkleidung und in der Anwendung von Desinfektionsmittel geschult.
  • Vor Beginn der Arbeiten beim Kunden abfragen, ob bei den geplanten Arbeiten absehbar ist, dass die erforderlichen Abstände eingehalten werden können.
  • Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Es werden Zuständigkeiten und Ansprechpartner vor Ort festgelegt.
  • Auf Händeschütteln sowie möglichst auch auf die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen wird verzichtet.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Reduzierung zusätzlicher persönlicher Kontakte wird möglichst vermieden.
  • Arbeitswerkzeug ist jeweils nur einem Beschäftigten zugeteilt. Vor dem Weiterreichen wird das Werkzeug gereinigt, dafür werden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln (z. B. Leitern), ist auf ausreichende Händehygiene zu achten. Die Beschäftigten sind dazu unterwiesen.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Hinweis: Hierzu auch die allgemeinen Anforderungen für Alleinarbeitsplätze prüfen.
  • Es besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, z. B. vor der Nahrungsaufnahme, vor/nach dem Toilettengang und am Ende des Einsatzes bzw. des Kundenbesuchs sich gründlich die Hände zu waschen (mindestens 20 Sekunden).
  • Es wird erfragt, ob vor Ort Seife und Handtücher vorhanden sind. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Hinweis: Trotzdem kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein.
  • Für Arbeiten auf Montagestellen, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, wird Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitgestellt. Sollte diese Waschmöglichkeiten nicht durchführbar sein, wird geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Fahrgemeinschaften zur Montagestelle werden vermieden. Fahrgemeinschaften stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit dem Privatfahrzeug.
  • Möglichst kleine, feste Teams (z. B. 2 bis 3 Personen) vorsehen, um wechselnde Kontakte innerhalb der Betriebsangehörigen bei Fahrten zur Montagestelle zu reduzieren.
  • Den Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam – gleichzeitig oder nacheinander – benutzt, möglichst beschränken, z. B. indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zugewiesen wird.
  • Innenräume der Firmenfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere bei Nutzung durch verschiedene Personen.

[Stand: 25.05.2020]

Zusteller arbeiten im Allgemeinen allein. Kontakt mit anderen Personen findet allenfalls bei den Zustellern statt, die ihre zuzustellenden Produkte selbst im Verteilzentrum in Empfang nehmen. Insgesamt ist daher das Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion mit dem neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 als eher gering einzustufen.

Neben dem möglichen Risiko einer Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion muss grundsätzlich auch die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion betrachtet werden, bei der das Virus nach Kontakt mit kontaminierten Flächen wie z. B. Briefkästen, Eingangstüren über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangt.

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
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Generell gilt: Wer krank ist, soll sich nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl an den Arbeitsplatz schleppen. Er oder sie soll sich zu Hause auskurieren, bis die Gesundheit wieder voll hergestellt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, andere anzustecken. Dies sollte von den Führungskräften aktiv kommuniziert und vorgelebt werden.

Alle Beschäftigten müssen darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) durch Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion oder Schmierinfektion für Druckereien und papierverarbeitende Betriebe beim Kundenkontakt – im Betrieb oder vor Ort – zu minimieren, werden neben den allgemeinen Präventionsmaßnahmen folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen:

  • Die Beschäftigten sind über die Infektionswege mit dem Corona-Virus zu informieren. Diese sind: Tröpfchen- bzw. Aerosolinfektion, Husten, Niesen, Sprechen, Körperkontakt, Nähe zu anderen Menschen sowie Schmierinfektion über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen.
  • Auch Beschäftigte mit geringen Deutschkenntnissen verstehen die Informationen.
  • Immer auf Einhaltung der Abstände zwischen Personen achten (mindestens 1,5 Meter).
  • Auf Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Quittungen verzichten.
  • Aufgrund fehlender Waschgelegenheiten ist die Mitnahme und Anwendung von Händedesinfektionsmitteln eine sinnvolle Alternative.
  • Die Beschäftigten sind in der korrekten Anwendung von Desinfektionsmitteln unterwiesen.
  • Eine Möglichkeit, Schmierinfektionen z. B. an Briefkästen und Türgriffen zu vermeiden, stellt das Tragen von Einmalhandschuhen dar, da man es üblicherweise vermeidet, sich mit Handschuhen in das Gesicht zu fassen. Falls Handschuhe eingesetzt werden, müssen die Beschäftigten insbesondere in dem korrekten Ausziehen von kontaminierten Handschuhen unterwiesen sein.
  • Die Beschäftigten sind angehalten, sich am Ende des Einsatzes die Hände gründlich mit Seife zu waschen (mindestens 20 Sekunden).
  • Alle Hilfsmittel, die bei der Zustellung verwendet werden wie Tragetaschen, Transportkarren, Lastenfahrräder und Pkw sind regelmäßig zu reinigen.
  • Den Beschäftigten wird eine telefonische Beratung durch den Betriebsarzt angeboten. (Hinweis: Insbesondere wichtig für Beschäftigte, die unter chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder Beeinträchtigungen des Immunsystems leiden.)

Zum Beispiel Orthopädiehandwerk, Optiker, Hörakustiker oder auch Technischer Kundendienst für Medizingeräte in Krankenhäusern, Arztpraxen etc.

[Stand: 16.04.2020]

Bei Tätigkeiten in diesen Gewerken kann ein unmittelbarer Kontakt zu Personen (Patienten/Kunden) bestehen, wie z. B. beim Anpassen von orthopädischen Versorgungen oder Brillen und bei Wartungsarbeiten an Medizingeräten.
Kann ein direkter Kontakt nicht vermieden werden, müssen mögliche Infektionsübertragungen in beide Richtungen (z. B. vom Mitarbeiter zum Kunden, vom Techniker zum Patienten und umgekehrt) vermieden werden.

Je nach Ergebnis der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Vorrangig Abstand halten, mindestens 1,5 m
  • Direkten (< 1,5 m) oder ungeschützten Kontakt zu Personen mit akuten Atemwegsinfektionen vermeiden (s. tagesaktuelle Empfehlungen RKI), alternativ: telefonische/elektronische Beratung
  • Vor und nach dem Kontakt zum Kunden, Hände gründliche 30 Sekunden mit Seife waschen oder desinfizieren, beim Patientenkontakt Einmalschutzhandschuhe tragen
  • Einmal-Papierhandtücher benutzen
  • Eingesetzte Desinfektionsmittel sollten mindestens die nachgewiesene Wirksamkeit "begrenzt viruzid" haben
  • Nach der Arbeit Hautpflege vornehmen (häufiges Händewaschen und Desinfizieren trocknet die Haut aus).
  • Soweit verfügbar, Mund-Nasen-Schutz tragen (schützt den Patienten bzw. Kunden)
  • Vom Patienten übergebene oder abgenommene Versorgungen, z. B. Prothesen o. ä. bei Bedarf mit Instrumentendesinfektionsmittel desinfizieren
  • Berühren des Gesichtes mit den Händen vermeiden
  • Nach dem Patientenkontakt Einmal-PSA entsorgen, Hände gründlich waschen oder - wenn waschen nicht möglich - mit Handdesinfektionsmittel desinfizieren
  • Regelmäßig lüften, wenn Sie nicht allein in einem Raum arbeiten
  • Betriebsärztliche Beratung zum betriebsspezifischen Gesundheits- und Infektionsschutz einholen

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie stehen mitunter nur reduzierte Prüfkapazitäten für die wiederkehrenden Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeits-/Betriebsmittel zur Verfügung.

[Stand: 03.04.2020]

Die Coronavirus-Pandemie hat u. a. zur Folge, dass wiederkehrende Prüfungen an ortsveränderlichen elektrischen Arbeits-/Betriebsmitteln nach § 14 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie nach § 5 DGUV Vorschrift 3 und 4 nicht oder nicht fristgerecht durchgeführt werden können.

Für die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel im Bürobereich, sowie für die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel der Betriebe der Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege, die während der verordneten Einschränkungen zur Corona-Pandemie zur Prüfung anstehen, kann für die Dauer der Einschränkungen die Prüffrist ausgesetzt werden.

Um die Sicherheit weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, gilt Nachfolgendes:

  1. Es wird davon ausgegangen, dass die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den sicheren Betrieb gegeben sind, z. B. keine Zug- oder Quetschbeanspruchung der Anschlussleitungen.
  2. Regelmäßige Sichtprüfung auf offensichtliche Beschädigung der Anschlussleitungen und Gehäuse der Netzteile sind durch den Benutzer vorzunehmen.
  3. Defekte Betriebsmittel dürfen nicht in Betrieb genommen werden und sind den Arbeitgebern/Unternehmern zu melden.
  4. Die ausgesetzten Prüfungen sind nach der Aufhebung der verordneten Einschränkungen zur Coronavirus-Pandemie innerhalb eines sinnvollen Zeitraums durchzuführen. 
  5. Der Beginn der neuen Prüffrist orientiert sich am tatsächlichen Prüfzeitpunkt.
  6. Elektrische Arbeits-/Betriebsmittel nach Medizinproduktebetreiberverordnung sind von den vorgenannten Empfehlungen ausgeschlossen. Hierzu ist eine Empfehlung durch die zuständigen staatlichen Ämter in Vorbereitung.

Ihr Ansprechpartner bei der BG ETEM:

Hans-Peter Steimel
Telefon: 0221 3778-6176

Köln, 30.03.2020

Dieter Rothweiler
Leiter DGUV Sachgebiet „Elektrotechnik und Feinmechanik“ im DGUV Fachbereich ETEM

Weitere Informationen

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Produktion und Instandhaltung (GB-C23)
Druck- und papierverarbeitende Betriebe-Beschäftigte m. Kundenkontakt (GB-C02)
Fotografen, Fotoassistenten und Journalisten (GB-C05)
Print- und Copy-Shops (GB-C09)
Verlage und Betriebe der Druckvorstufe (GB-C11)
Vertrieb spezieller Druckprodukte (GB-C03)
Werbetechnikunternehmen (GB-C06)
Zusteller- und Presseservice-Unternehmen (GB-C04)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Branche Druck und Papierverarbeitung:

Die Branche Druck und Papierverarbeitung umfasst eine große Bandbreite an unterschiedlichen Gewerbebereichen. Zu diesen gehören z. B. Produktionsstätten unterschiedlicher Größe, vom traditionellen Handwerk bis hin zur hochmodernen, vollautomatisierten Produktion. Ebenfalls finden Montage, Instandhaltung, Reparatur und Wartung im Betrieb statt. Des Weiteren sind Bildschirmtätigkeiten aber auch die Verteilung von Druckprodukten ein typischer Teil der Branche Druck und Papierverarbeitung. In vielen dieser Bereiche ist Kundenkontakt ein essentieller Bestandteil der Arbeit.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Druck und Papierverarbeitung zu minimieren, sind deshalb folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen- oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

[Stand: 28.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Bau- und Montagestellen (GB-C01)
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Filmproduktion - Handlungshilfe (S300)
Handwerker im Kundendienst (GB-C08)
Kinobetrieb (GB-C22)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Branche Elektrohandwerke:

Die Branche Elektrohandwerke umfasst eine große Bandbreite an unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Zu diesen gehören u. a. Bau- und Montagestellen unterschiedlicher Größe zur Errichtung, Änderung und Instandhaltung elektrischer Anlagen.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Elektrohandwerke zu minimieren, sind deshalb folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden sollte (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Arbeitskleidung regelmäßig reinigen lassen.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfchen-/Aerosolinfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen.
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
    • eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollen.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Bau- und Montagestellen (GB-C01)
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Forschung und Entwicklung (GB-C24)
Hörakustiker (GB-C07)
Kfz-Elektrik-Werkstätten (GB-C17)
Produktion und Instandhaltung (GB-C23)
Verkaufräume (GB-C21)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Branche Elektrotechnische Industrie:

Die Branche Elektrotechnische Industrie umfasst eine große Bandbreite an unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Zu diesen gehören Produktionsstätten unterschiedlicher Größe, von der Einzelteilfertigung bis hin zur vollautomatisierten Fertigung. Die Montage, Instandhaltung und Wartung findet sowohl auf dem Werksgelände, als auch auf Bau- und Montagestellen und bei einzelnen Kunden statt. Des Weiteren sind Bürotätigkeiten, Forschung und Entwicklung und der Verkauf von Produkten ein Teil der Branche Elektrotechnische Industrie.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Elektrotechnische Industrie zu minimieren, sind deshalb folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Bau- und Montagestellen (GB-C01)
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Produktion und Instandhaltung (GB-C23)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Energie- und Wasserwirtschaft:

Die Branche Energie- und Wasserwirtschaft umfasst die Unternehmen in den Bereichen

  • Energieversorgung (Erzeugung von Strom und Fernwärme aus verschiedenen Primärenergieträgern (fossile Brennstoffe, nachwachsende Rohstoffe, Wind- und Wasserkraft), Verteilung von Strom, Fernwärme und Gas)
  • Wasserversorgung (Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung),
  • Abwasserentsorgung (Kanalisation und abwassertechnische Anlagen) und
  • Bäderbetrieb

mit ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Die meisten dieser Unternehmen verfügen neben Bürobereichen über mehrere dezentrale Standorte an teilweise abgelegenen Orten oder auch ein verzweigtes Leitungsnetz.

Innerhalb und außerhalb der eigenen Betriebsstätten finden Arbeiten für den Bau, die Montage oder zur Instandhaltung von Maschinen und Anlagen statt.

So existieren auf Betriebshöfen unterschiedliche Werkstattbereiche und im Leitungs-, Rohr- und Kanalnetz klassische Rohrnetzbaustellen im Tiefbau.

In einigen Unternehmen bestehen auch Arbeitsbereiche mit unmittelbarem Kundenkontakt. Beispiele hierfür sind Kundencenter von Energieversorgungsunternehmen, Kassenarbeitsplätze in Schwimmbädern sowie Arbeiten bei Kunden.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Energie- und Wasserwirtschaft zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

Da einige Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft zu den kritischen Infrastrukturen gehören, werden zum Erhalt der Funktionssicherheit des Unternehmens evtl. weitergehende Maßnahmen ergriffen (Pandemieplan), die im Ergebnis auch zum Schutz der Beschäftigten vor einer Ansteckung beitragen.

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Augenoptiker (GB-C19)
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Dentallabore (GB-C18)
Produktion und Instandhaltung (GB-C23)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Branche Feinmechanik:

Die Branche Feinmechanik umfasst eine große Bandbreite an unterschiedlichen Gewerbebereichen in Industrie und Handwerk. Zu diesen gehören Produktionsstätten unterschiedlicher Größe, von der Einzelteilfertigung im traditionellen Handwerk bis hin zur hochmodernen, vollautomatisierten Fertigung. Ebenfalls finden Montage, Instandhaltung, Reparatur und Wartung im Betrieb, als auch auf Bau- und Montagestellen sowie beim Kunden vor Ort statt. Des Weiteren sind Bürotätigkeiten und der Verkauf von Produkten ein Teil der Branche Feinmechanik.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Feinmechanik zu minimieren, sind deshalb folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.

[Stand: 15.05.2020]

Coronavirus: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
Änderungs-, Maßschneiderei, Modeateliers (GB-C13)
Büro- und Verwaltungstätigkeiten (GB-C16)
Orthopädie-Schuhtechnik (GB-C14)
Produktion und Instandhaltung (GB-C23)
Schuhreparatur (GB-C12)
Textilpflege inkl. Annahmestellen (GB-C15)

Maßnahmen und Unterweisungsthemen für die Textil- und Mode-Branchen:

Die Textil- und Mode-Branchen umfassen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Gewerbebereichen in Industrie und Handwerk. Zu diesen gehören Produktionsstätten unterschiedlicher Größe, vom traditionellen Handwerk bis hin zur hochmodernen, vollautomatisierten Fertigung. Ebenfalls finden Instandhaltung, Reparatur und Wartung im Betrieb statt. Des Weiteren sind Bürotätigkeiten und der Verkauf von Produkten ein Teil der Tätigkeiten.

Diese unterschiedlichen Arbeitsplatzverhältnisse, bei denen Beschäftigte häufig unter beengten Platzverhältnissen oder auch mit Kundenkontakt arbeiten, bergen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).

Mit dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurden einige bereits aus dem öffentlichen Leben her bekannte Schutzmaßnahmen in Form der Abstands- und Hygieneregeln auch für den gewerblichen Bereich übernommen.

Um das Risiko einer Ansteckung auf dem Betriebsgelände mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in den unterschiedlichen Bereichen der Branche Textil- und Mode-Branchen zu minimieren, sind deshalb folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten soweit wie möglich vermeiden, Arbeitsabläufe entsprechend anpassen. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m ist in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen einzuhalten! Hilfreich sind hier geeignete Absperrungen, Markierungen und Zugangsregelungen.
  • Wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann, ist ein Hygienekonzept erforderlich, bei dem auch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden kann (Mitarbeiter und Kunden).
  • Soweit möglich, Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, dort einsetzen, wo Tätigkeiten mit sicherem Abstand von mind. 1,5 m organisiert werden können.
  • Beschäftigte, die Symptome von Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollen der Arbeit fernbleiben und Kontakt zum Hausarzt aufnehmen.
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet. Für regelmäßige, gute Lüftung sorgen.
  • Am Empfang oder an Verkaufstheken Plexiglasscheiben oder abgehängte Folien installieren, um eine Übertragung von Tröpfchen zu minimieren. Sind Warteschlangen von Kunden nicht vermeidbar, Markierungen am Boden anbringen, um den Abstand von 1,5 m zu gewährleisten.
  • Vermeiden Sie Fahrgemeinschaften. Diese stellen ein Ansteckungsrisiko dar, da der Abstand von mind. 1,5 m nicht einzuhalten ist. Bevorzugen Sie, sofern möglich, Einzelfahrten mit Firmen oder mit dem Privatfahrzeug.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. Das Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen sollte mit eigenem oder gereinigtem Schreibwerkzeug erfolgen.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Wenn Waschmöglichkeiten vorhanden sind, sollten geeignete Hautreinigungs- (Flüssigseife, Einmalhandtücher) und Hautpflegemittel für die Hände vorhanden sein.
  • Sanitäre Anlagen sind regelmäßig gründlich zu reinigen.
  • Der Betrieb sollte für Arbeiten im Außendienst, auf denen kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht, Wasser in Kanistern sowie Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstellen. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.
  • Arbeitswerkzeug jeweils nur einem Beschäftigten zuteilen und vor dem Weiterreichen reinigen. Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln auf ausreichende Händehygiene achten.
  • Maßnahmen gegen Gefährdungen durch das Coronavirus müssen überwacht werden.

Eine Unterweisung der Beschäftigten sollte mindestens zu folgenden Themen erfolgen:

  • Die generellen Hygieneregeln bekannt machen und Einhaltung anweisen
    • Mindestens 1,5 m Abstand zu allen anderen Personen auch bei Gesprächen und in Pausen,
    • Begrüßung ohne Körperkontakt,
    • Husten- und Niesen in Einmal-Taschentuch oder Armbeuge, dabei von anderen Personen wegdrehen,
    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden mit Seife).
  • Allen Beschäftigten die Infektionswege mit dem Coronavirus bekannt machen:
    • Tröpfcheninfektion,
    • Husten, Niesen,
    • (Körper-)Kontakt zu Sekreten der Atemwege,
    • Nähe zu anderen Menschen (Abstand von mind. 1,5 m einhalten).
  • Alle Beschäftigten, informieren, wann sie
    • bei welchen Symptomen (insb. Fieber, Husten und/oder Atemnot) einen Arzt kontaktieren sollen,
    • eventuell selbst als infektionsverdächtig gelten können und sich bei einem berechtigten Verdacht beim Hausarzt oder Gesundheitsamt melden müssen. Wird der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion vom untersuchenden Arzt als berechtigt angesehen, sollte der Beschäftigte dies dem Arbeitgeber zum Schutze anderer Beschäftigter frühzeitig mitteilen. Bei einem bestätigten Verdacht werden weitere Maßnahmen zur Verfolgung möglicher Infektionsketten durch das Gesundheitsamt eingeleitet.
  • Alle Beschäftigte anweisen, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften.
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