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Konservierungsmittel

Konservierungsmittel sollen im Offsetdruck sicher die Keimbildung und Algenbesiedlung des Feuchtwassers verhindern. Anderseits können sie aber auch selbst eine Gesundheitsgefahr für die Mitarbeiter darstellen. Im Offsetdruck werden als Konservierungsmittel meist CMI/MI-Gemische und/ oder Bronopol verwendet. Insbesondere geht von den CMI/ MI-Gemischen durch ihr hohes Sensibilisierungspotential eine Gesundheitsgefährdung für die Mitarbeiter aus.

Im Offsetdruck ging man bisher davon aus, dass man auf der sicheren Seite ist, da Feuchtwasserzusätze nur zu 2 bis 6% dem Feuchtwasser zugesetzt werden (und diese Zusätze enthalten nach Sicherheitsdatenblatt meist weniger als 2,5% CMI/ MI). Jedoch ist man schon mit einer durchschnittlichen Dosierung des Feuchtwasserzusatzes mit scheinbar geringen CMI/ MI-Gehalten in einem Bereich, in dem das gebrauchsfertige Feuchtwasser als potentiell sensibilisierend angesehen werden muss!

Wenn dies der Fall ist, muss das Feuchtwasser als sensibilisierend betrachtet werden. Als Sofortmaßnahme muss überprüft werden, ob den Mitarbeitern die Gesundheitsgefahren bekannt sind (Unterweisung) und ob Hand- und Hautschutz (Chemikalienschutzhandschuhe) bei Tätigkeiten mit dem Feuchtwasser konsequent genutzt werden (vgl.: Portal "Hand- und Hautschutz")

Wichtig ist auch die Beachtung des Substitutionsgebots entsprechend der Gefahrstoffverordnung. Der Betrieb muss sich beim Hersteller informieren, ob er einen sensibilisierungsfreien Feuchtwasserzusatz zur Verfügung stellen kann. Als Ersatzstoff ist zum Beispiel das deutlich weniger gesundheitsschädliche und vor allem nicht sensibilisierende Bronopol verfügbar.

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