Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Störlichtbögen

Ein Störlichtbogen ist ein technisch unerwünscht auftretender Lichtbogen zwischen elektrischen Anlagenteilen. Ein Lichtbogen ist eine Gasentladung zwischen zwei Elektroden. Er entsteht bei ausreichend hoher elektrischer Spannung und Stromdichte durch (Teil-) Ionisation der im Gas enthaltenen Atome oder Moleküle (Plasmabildung). Die im Plasma enthaltenen freien Ladungsträger führen zu einer hohen elektrischen Leitfähigkeit des Gases. Durch die große elektrische Leistung und hohe Temperatur des Lichtbogens kommt es zu einer starken Lichtwirkung verbunden mit einer kräftigen Druckwelle mit lautem Knall. Brennbare Gegenstände in unmittelbarer Umgebung können Feuer fangen und es können große Schäden angerichtet werden. Die mit einem Störlichtbogen verbundene thermische Strahlung oder der Kontakt mit heißen Stoffen führt zu starken Schädigungen.

Beschreibungen der thermischen Gefährdungen im Zusammenhang mit Störlichtbögen sowie Unterstützung bei der Auswahl der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung gegen Störlichtbögen (PSAgS) sind in der DGUV Information 203‑077 "Thermische Gefährdung durch Störlichtbögen" (bisher: BGI 5188) enthalten.

Zur Verhütung von Lichtbogengefährdungen sind bei Errichtung und Betrieb elektrischer Anlagen Maßnahmen zu treffen, die eine Lichtbogenzündung ausschließen (z. B. Isolierungen) oder die Auswirkungen auftretender Lichtbögen verringern (z. B. lichtbogenfeste Abdeckungen).

Restrisiken gegen die Auswirkungen von Störlichtbögen können mit dem Einsatz von PSAgS verringert werden. Hilfe bei der Auswahl der PSAgS bietet die DGUV Information 203‑077 "Thermische Gefährdung durch Störlichtbögen" (bisher: BGI 5188). Das darin enthaltene Arbeitsblatt zur Unterstützung bei der Auswahl der PSAgS kann hier heruntergeladen werden.

Diesen Beitrag teilen
Diesen Beitrag teilen