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Neue Verfahren

Für die Produktion von Etiketten werden seit einigen Jahren zunehmend digitale Druckverfahren verwendet. Inzwischen haben die meisten Unternehmen Digitaldrucksysteme im Einsatz, die entweder in separaten Räumen, aber auch mit anderen Betriebsteilen gemischt installiert sind.

Die Produktionsräume sind größtenteils klimatisiert oder verfügen über raumlufttechnische Anlagen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Systeme mit Flüssigtoner oder UV-härtenden Tinten, daneben kommen auch Maschinen mit Trockentoner zum Einsatz. Systeme mit auf Wasser basierenden oder Lösemittel basierenden Systemen sind im Etiketten- und Schmalbanddruck noch nicht weit verbreitet.

An den ersten Digitaldruckmaschinen gab es häufiger noch mechanische Gefährdungen. Inzwischen sind diese durch eine weitgehende Kapselung der Maschinen behoben. Durch die Verkettung mit verschiedenen anderen Aggregaten (Schneiden, Stanzen, Prägen, Kaschieren, etc.) entstehen keine grundsätzlich neuen Gefährdungen, vielmehr unterscheiden sich die resultierenden Gefährdungen nicht wesentlich von denen des "klassischen Etikettendruckes". Grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten sind bereits in der DGUV Information „Gute Praxis im Etikettendruck“ enthalten.

Laserstanzen haben sich bisher in der Branche noch nicht flächendeckend durchgesetzt, die weitere Entwicklung bleibt hier abzuwarten. Die vereinzelt vorhandenen Laserstanzen sind vom Prinzip den Maschinen in der Klischeeherstellung ähnlich. Es handelt sich um CO2-Laser im Infrarot-Bereich der Laser-Klasse I, da sich der Strahler in einem geschlossenen Gehäuse befindet. Die Geräte verfügen über eine lokale Absaugung, deren Ablauft direkt ins Freie geführt wird. Da auch die Wartung durch die Hersteller erfolgt, ist ein Laserschutzbeauftragter nicht erforderlich.

Die UV-InkJet-Farben für den Etikettendruck sind insgesamt mit denen im konventionellen Digitaldruck vergleichbar. Die besonderen Anforderungen bei Verwendung von UV-Tinten sind in der BG ETEM-Broschüre "UV-Trocknung", MB 034 beschrieben. Für die Gefährdungsbeurteilung steht eine Checkliste zur Verfügung, die auch im InkJet-Druck Anwendung finden kann: Gefährdungsbeurteilung - Checkliste als Praxishilfe für den Umgang mit UV-Farben und -Lacken (S257).
Die UV-Tinten haben zum Teil reproduktionstoxische Eigenschaften, die im Sicherheitsdatenblatt an den Gefahrenhinweisen H 360 bzw. H 361 zu erkennen sind. Je nach Kennzeichnung resultieren unterschiedliche Maßnahmen (Webcode: 15710923).

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